Wasserhärte in Sachsen-Anhalt

Durchschnittliche Wasserhärte: 21,6 °dH
Anzeige

Landkreise in Sachsen-Anhalt

Landkreis Durchschnitt Bereich
Altmarkkreis Salzwedel
Anhalt-Bitterfeld
Burgenlandkreis 20,2 °dH hart
Börde 12,6 °dH mittel
Dessau-Roßlau (kreisfrei)
Halle (Saale) (kreisfrei) 8,4 °dH mittel
Harz 14,7 °dH hart
Jerichower Land 16 °dH hart
Magdeburg (kreisfrei) 14 °dH mittel
Mansfeld-Südharz 26,5 °dH hart
Saalekreis 45,6 °dH hart
Salzlandkreis 3,6 °dH weich
Stendal 23,3 °dH hart
Wittenberg
Anzeige

Größte Städte in Sachsen-Anhalt

Wenn es um hartes Trinkwasser geht, ist Sachsen-Anhalt die klare Spitze unter den deutschen Bundesländern. Mit einem Landesdurchschnitt von 21,6 Grad deutscher Härte liegt der Freistaat deutlich über allen anderen — und der Maximalwert von 46,3 Grad in einzelnen Gemeinden ist bundesweit der höchste gemessene Wert überhaupt. Das hat geologische Gründe, die tief in der Erdgeschichte verwurzelt sind. Sachsen-Anhalt liegt auf einem der kalkreichsten Untergründe Deutschlands. Die Magdeburger Börde, eine der fruchtbarsten Ackerbauregionen Europas, ist geprägt von mächtigen Lössschichten über einem Untergrund aus Muschelkalk und Zechstein. Der Zechstein ist eine geologische Formation aus dem späten Perm, die riesige Mengen an Gips, Anhydrit, Dolomit und Kalk enthält. Grundwasser, das durch diese Schichten fließt, nimmt enorme Mengen an Calcium und Magnesium auf — das Ergebnis sind Härtewerte, die manchmal die 40-Grad-Marke übersteigen. Das Mansfelder Land, der Harz und seine Ausläufer sowie der Bereich rund um Halberstadt und Quedlinburg zeigen besonders hohe Werte. Hier streichen die Kalke und Evaporite des Zechstein-Gürtels direkt an die Oberfläche oder liegen in flacher Tiefe. Selbst Regenwasser, das relativ schnell durch den Boden sickert, nimmt hier erhebliche Mengen an gelösten Mineralstoffen auf. Die weichsten Regionen im Land finden sich im Westen, am Harz selbst. Die kristallinen Gesteine des Harzkerns — Granite, Gneise, Schiefer — liefern weiches Wasser ähnlich wie im angrenzenden Harzgebiet Niedersachsens. Werte von 3,6 Grad wurden hier gemessen. Diese weichen Wasser-Inseln stehen in einem extremen Kontrast zur Börde, die nur wenige Kilometer weiter beginnt. Für Einwohner der Magdeburger Börde, des Saalekreises oder der Region Halle ist hartes Wasser Alltag. Kalkansammlungen in Duschköpfen, Wasserflecken auf Armaturen und ein schneller Verschleiß von Haushaltsgeräten sind dort normale Erfahrungen. Enthärtungsanlagen werden in vielen Haushalten als Standardausstattung betrachtet. Die Elbe, die Sachsen-Anhalt von Süd nach Nord durchquert, nimmt auf ihrem Weg die charakteristischen Eigenschaften dieser kalkhaltigen Landschaft an.
Anzeige