Wasserhärte Tabelle: Was bedeuten die Werte?

Aktualisiert: 2026-04-13

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Wasserhärte-Tabelle: Die drei Härtebereiche

Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) teilt Trinkwasser in Deutschland in drei Härtebereiche ein:

Härtebereich Grad deutscher Härte (°dH) mmol/l Calciumcarbonat
Weich unter 8,4 °dH unter 1,5 mmol/l
Mittel 8,4 bis 14 °dH 1,5 bis 2,5 mmol/l
Hart über 14 °dH über 2,5 mmol/l

Diese Einteilung ist seit 2007 gesetzlich festgelegt und hat die frühere Einteilung in vier Bereiche (1-4) abgelöst.

Was bedeutet Wasserhärte?

Wasserhärte beschreibt den Gehalt an gelösten Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser. Je mehr dieser Mineralien enthalten sind, desto härter ist das Wasser. Die Mineralien stammen aus dem Gestein, durch das das Grundwasser fließt.

Weiches Wasser entsteht typischerweise in Regionen mit Granit, Gneis oder Sandstein. Beispiele: Teile von Sachsen, das Sauerland, der Schwarzwald.

Hartes Wasser findet sich in Regionen mit Kalkstein, Dolomit oder Muschelkalk. Beispiele: Fränkische Alb, Schwäbische Alb, Teile von Brandenburg.

Umrechnungstabelle: Alle Einheiten

°dH °fH (französisch) mmol/l ppm CaCO₃ Härtebereich
0 0 0 0
4 7,1 0,71 71,2 weich
7 12,5 1,25 124,6 weich
8,4 15,0 1,50 149,5 Grenze weich/mittel
10 17,8 1,78 178,0 mittel
12 21,4 2,14 213,6 mittel
14 25,0 2,50 249,2 Grenze mittel/hart
16 28,5 2,85 284,8 hart
18 32,1 3,21 320,4 hart
20 35,6 3,57 356,0 hart
25 44,6 4,46 445,0 hart
30 53,5 5,35 534,0 hart

Umrechnungsformeln

  • °dH → °fH: °dH × 1,7848
  • °dH → mmol/l: °dH × 0,1783
  • °dH → ppm CaCO₃: °dH × 17,8

Welcher Härtegrad ist normal?

Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei etwa 16 °dH (hart). Das bedeutet: Die Mehrheit der Deutschen hat mittelhartes bis hartes Wasser.

Die Wasserhärte variiert regional stark:

  • Norddeutsche Tiefebene: Überwiegend mittel bis hart (10-20 °dH)
  • Mittelgebirge: Gemischt, teils sehr weich (4-8 °dH)
  • Süddeutschland/Alpenvorland: Überwiegend hart (15-25 °dH)
  • Ostdeutschland: Große Bandbreite (5-20 °dH)

Auswirkungen der Wasserhärte im Haushalt

Bei weichem Wasser (unter 8,4 °dH)

  • Weniger Waschmittel nötig
  • Kaum Kalkablagerungen
  • Seife schäumt stärker
  • Gut für empfindliche Haut
  • Ideal für Tee und Kaffee

Bei hartem Wasser (über 14 °dH)

  • Mehr Waschmittel nötig
  • Regelmäßiges Entkalken von Geräten
  • Kalkflecken auf Armaturen und Glas
  • Höherer Energieverbrauch durch Kalkablagerungen in Boilern
  • Kann den Geschmack von Tee beeinflussen

Ist hartes Wasser ungesund?

Nein. Hartes Wasser ist gesundheitlich unbedenklich. Die enthaltenen Mineralien Calcium und Magnesium sind sogar essenzielle Nährstoffe. Die Trinkwasserverordnung setzt keine Grenzwerte für die Wasserhärte.

Allerdings kann sehr hartes Wasser den Geschmack von Heißgetränken beeinflussen und zu höheren Wartungskosten bei Haushaltsgeräten führen.

So finden Sie Ihre Wasserhärte

  1. Wasserversorger fragen: Ihr Wasserversorger ist gesetzlich verpflichtet, die Wasserhärte zu veröffentlichen (§13 TrinkwV).
  2. Online nachschlagen: Geben Sie Ihre PLZ oder Ihren Ort oben in die Suche ein.
  3. Selbst messen: Mit Teststreifen aus der Apotheke oder dem Baumarkt (ca. 5-10 Euro).
  4. Titriertropfen: Genauer als Teststreifen, erhältlich in Aquaristik-Fachgeschäften.
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