Wasserhärte in Stuttgart

PLZ 70173 · Stuttgart, Stadtkreis, Baden-Württemberg

11 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Stuttgart

Website

Praktische Tipps bei 11 °dH

Spülmaschine

Bei 11 °dH in Stuttgart: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Stuttgart liegt mit 11 °dH 4,9 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Stuttgart
11
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Stuttgart liegt mit 11 °dH 3,7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Stuttgart
11
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Korntal-Münchingen 11,4 °dH mittel
Fellbach 13,3 °dH mittel
Gerlingen 14,8 °dH hart
Esslingen am Neckar 12 °dH mittel
Leinfelden-Echterdingen 10,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Stuttgart

Der Stuttgarter Talkessel liegt nicht auf hartem Fels, sondern in einer vielschichtigen Landschaft aus Keuper, Lettenkeuper, Gipskeuper und teils verkarsteten Schichten des mittleren und oberen Muschelkalks an den Rändern des Neckarbeckens. Dazu kommen Löss- und Lösslehmböden auf den Hängen, die Niederschläge zurückhalten und das Wasser auf seinem Weg in die Tiefe filtern. Genau daraus entsteht der mittlere Härtebereich von 11 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch Kalk- und Dolomitgesteine Calcium und Magnesium auf, bleibt aber deutlich weicher als in vielen Orten des Südwestens mit starkem Muschelkalk- oder Juravorland. Der Neckar prägt die Stadt zusätzlich, nicht als Härtequelle, sondern als Leitlinie der Wasserversorgung zwischen Quellhängen, Hanglagen und den Auen im Tal. Stuttgart sitzt damit an einer geologischen Nahtstelle, an der mineralreiches, aber nicht extrem hartes Rohwasser entsteht. Das Trinkwasser kommt heute vor allem vom Stuttgarter Versorgungsnetz der Stadtwerke Stuttgart, gespeist aus einem Mix aus Eigenwasser und Fernwasser. Ein Teil stammt aus Quellen und Brunnen im Stuttgarter Umland, darunter Fassungen im Glems- und Filderraum sowie aus dem Neckartal. Ergänzt wird das Netz durch Wasser aus dem Bodensee und aus dem Donauried, das über die Bodensee-Wasserversorgung und die Landeswasserversorgung in den Großraum gelangt. Diese Mischung ist typisch für die Landeshauptstadt: Nicht eine einzige Quelle versorgt die Stadt, sondern ein technisch eng gekoppeltes System aus regionalen Grundwasservorkommen, Quellfassungen und überregionalem Fernwasser. Dadurch bleibt die Versorgung stabil, auch wenn einzelne Fassungen schwanken oder die Nachfrage in den dicht bebauten Stadtbezirken steigt. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Stuttgart als Übergangsraum. Am Rand zum Filderland und Richtung Esslingen treten oft andere Härtebilder auf, weil dort die Böden und Schichten stärker von Muschelkalk und Keuper geprägt sind. Im Remstal oder in Teilen des Albvorlands kann das Wasser merklich härter ausfallen, während der Bodenseeraum oft weicheres Wasser liefert. Stuttgart liegt dazwischen. Der Stadtkreis bezieht Wasser aus mehreren Ebenen zugleich und gleicht die Unterschiede im Netz aus. Gerade diese Lage zwischen Tal, Hang und Hochfläche macht den Charakter des Stuttgarter Trinkwassers aus: mineralisch genug, um spürbar zu sein, aber ausgeglichener als in vielen Orten des württembergischen Hügellands. Wer den Verlauf von Neckar, Glems und den Quellhängen der Umgebung kennt, versteht auch den Härtewert dieser Stadt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Stuttgart

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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