Wasserhärte in Bielefeld

PLZ 33602 · Bielefeld, Nordrhein-Westfalen

9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Bielefeld GmbH

Website

Praktische Tipps bei 9 °dH

Spülmaschine

Bei 9 °dH in Bielefeld: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Bielefeld liegt mit 9 °dH 5,4 °dH unter dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Bielefeld
9
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Bielefeld liegt mit 9 °dH 5,7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bielefeld
9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Steinhagen 17,3 °dH hart
Werther (Westf.) 19,5 °dH hart
Leopoldshöhe 20,5 °dH hart
Oerlinghausen 19,9 °dH hart
Halle (Westf.) 19,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bielefeld

Stadtwerke Bielefeld holt das Trinkwasser vor allem aus eigenen Grundwasserbrunnen im Bielefelder Stadtgebiet und aus den Quell- und Grundwassergebieten am Teutoburger Wald. Dazu kommen die Wasserwerke in Heepen und Sennestadt, die das Wasser aus tieferen, geschützten Schichten fördern, sowie Brunnen in den Randlagen Richtung Senne und Jöllenbeck. Das Netz speist sich damit aus einer Mischung lokaler Fördergebiete, die nah an den Siedlungsräumen liegen und doch auf den sandigen, kiesigen und stellenweise mergeligen Schichten des Umlands beruhen. Die Stadtwerke Bielefeld AG ist damit der direkte Lieferant, der das Wasser aus mehreren Gewinnungsstellen zusammenführt und im Stadtgebiet verteilt. Diese Herkunft prägt auch den Geschmack und die Mineralisierung deutlich stärker als in Orten, die fast nur aus einem einzelnen Talsperren- oder Fernwassersystem versorgt werden. Der Härtewert von 9 °dH entsteht in Bielefeld vor allem durch die geologische Lage am Übergang vom Teutoburger Wald zur Ravensberger Mulde. Nördlich und östlich dominieren nährstoffreiche Löss- und Mergelböden, darunter liegen wasserführende Schichten aus Sand, Kies und teilweise kalkhaltigem Material, das dem Grundwasser Mineralien mitgibt. Der Teutoburger Wald mit seinen Kalk- und Sandsteinzügen wirkt dabei wie ein natürlicher Speicher und Filter. Dazu kommen die Täler von Lutter, Aa und Johannisbach, die das Wasser in die Niederungen lenken und den Austausch zwischen Niederschlag, Boden und Grundwasser steuern. Mittelhartes Wasser ist hier deshalb keine Zufallszahl, sondern das Ergebnis eines abwechslungsreichen Untergrunds, der im Vergleich zu reinen Sandgebieten mehr Calcium und Magnesium freisetzt, aber nicht die Härtespitzen vieler kalkreicher Gegenden erreicht. Im Vergleich zu Nachbarorten wirkt Bielefeld damit ausgeglichener. Richtung Herford und Bad Salzuflen steigen die Werte stellenweise stärker an, weil dort die kalk- und salzgeprägten Schichten des ostwestfälischen Untergrunds deutlicher durchschlagen. Richtung Gütersloh und Verl ist das Wasser oft etwas weicher, weil dort andere Grundwasserleiter und größere Anteile an sandigen Deckschichten vorkommen. Gegenüber vielen Regionen in Nordrhein-Westfalen liegt Bielefeld im soliden Mittelfeld: nicht so weich wie in manchen Eifel- oder Sauerland-Orten mit Talsperrenanteil, aber auch nicht so hart wie in Teilen des Rheinlands oder des Ruhrgebiets mit kalkreichen Gesteinen. Genau diese Lage zwischen Waldkamm, Senne und Ravensberger Mulde macht das Bielefelder Trinkwasser eigenständig und regional gut wiedererkennbar.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Bielefeld GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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