Wasserhärte in Brilon

PLZ 59929 · Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen

15,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Brilon GmbH

Website

Praktische Tipps bei 15,6 °dH

Spülmaschine

Bei 15,6 °dH in Brilon: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Brilon liegt mit 15,6 °dH 1,2 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Brilon
15,6
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Brilon liegt mit 15,6 °dH 0,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Brilon
15,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Olsberg 12 °dH mittel
Bestwig 10,6 °dH mittel
Willingen (Upland) 14,2 °dH mittel
Rüthen 15 °dH hart
Warstein 11,3 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Brilon

Zwischen Briloner Hochfläche, Egge-Ausläufern und den sanft eingeschnittenen Tälern von Alme und Hoppecke sammelt sich das Wasser aus einem geologisch wechselhaften Untergrund. Südlich und westlich treten Kalk- und Mergelsteine aus dem Sauerländer Paläozoikum auf, dazu kommen Ton- und Sandsteine, die das versickernde Niederschlagswasser auf seinem Weg durch das Gestein mit Calcium und Magnesium anreichern. Genau daraus entsteht der harte Charakter des Briloner Leitungswassers mit 15,6 °dH. Die vielen Quellen im Briloner Raum speisen Bäche und Quellhorizonte, doch ein Teil des Wassers gelangt erst nach längerer Wanderung durch verkarstete und klüftige Schichten in die Gewinnung. Flüsse wie die Möhne und die Ruhr markieren die größere Wasserlandschaft des Hochsauerlandkreises, doch in Brilon selbst prägen die lokalen Versickerungsflächen und die Höhenlagen das Grundwasser stärker als große Flussläufe. Darum fällt Brilon härter aus als manche Nachbarorte, die stärker von weicheren Mittelgebirgs- oder Talsperrenwässern profitieren, und liegt zugleich über vielen Teilen Nordrhein-Westfalens, wo Mischungen aus Flusswasser und weniger mineralreichen Grundwässern häufiger sind. Versorgt wird Brilon über die Stadtwerke Brilon GmbH. Das Trinkwasser stammt aus dem eigenen Gewinnungsraum mit Brunnen und Quellen im Umfeld der Stadt und wird über das Briloner Netz verteilt. Dazu gehören die Quell- und Brunnenstandorte im Sauerländer Bergland, deren Wasser nach Aufbereitung in das Versorgungsgebiet eingespeist wird. Gerade die Lage zwischen den Ortsteilen, den bewaldeten Höhen und den offenen Senken macht die Versorgung ortsnah und stark an die lokale Hydrogeologie gebunden. Die Härtewerte spiegeln deshalb nicht irgendein Fernwasser wider, sondern das Wasser der Briloner Schichten selbst. Im Vergleich zu Olsberg, Marsberg oder Meschede wirkt Brilon oft noch etwas kantiger, weil die Stadt auf einer Hochfläche liegt, in der Niederschlag rasch versickert und das Wasser länger Kontakt mit kalkhaltigen Gesteinen hat. Gegenüber dem nördlicheren Westfalen, wo teils weichere Wasser aus Talsperren oder sandigeren Einzugsgebieten vorkommen, steht Brilon mit seinem harten Wasser deutlich eigenständiger da. Der Ort lebt hydrologisch zwischen Hochfläche und Talzug, zwischen Quellgebiet und Kalkuntergrund. Genau diese Lage im Hochsauerlandkreis macht das Trinkwasser hier so markant.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Brilon GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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