Wasserhärte in Chemnitz

PLZ 09111 · Chemnitz, Sachsen

14,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

eins energie in sachsen GmbH & Co. KG

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Praktische Tipps bei 14,8 °dH

Spülmaschine

Bei 14,8 °dH in Chemnitz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Chemnitz liegt mit 14,8 °dH genau im Durchschnitt (14,8 °dH).

Chemnitz
14,8
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Chemnitz liegt mit 14,8 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Chemnitz
14,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neukirchen/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Niederwiesa 15,9 °dH hart
Lichtenau 19,7 °dH hart
Hartmannsdorf 19,7 °dH hart
Limbach-Oberfrohna 12,2 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Chemnitz

Chemnitz liegt mit 14,8 °dH deutlich über dem sächsischen Durchschnitt vieler weicher Mittelgebirgsorte und auch spürbar über Städten wie Leipzig oder Dresden. Der Grund sitzt unter der Stadt: Das Trinkwasser durchläuft hier Gesteine aus dem Erzgebirgsvorland, vor allem gefaltete und verwitterte Schichten mit Kalk, Dolomit und mineralreichen Sedimenten. Dazu kommen Grundwasserleiter in den Tälern von Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz, in denen das Wasser länger mit dem Gestein in Kontakt bleibt. Auf dem Weg löst es Calcium und Magnesium, und genau diese Stoffe treiben die Härte nach oben. Anders als in vielen Orten des Erzgebirges, wo kristalline Gesteine oft weicheres Wasser liefern, schlägt in Chemnitz das Vorland mit seinen mächtigeren Lockersedimenten und den Zuflüssen aus den umgebenden Höhen stärker durch. Das Trinkwasser kommt nicht nur aus einem einzelnen Brunnen, sondern aus mehreren Gewinnungsgebieten und Anlagen der eins energie in sachsen GmbH & Co. KG. Genutzt werden Grundwasserfassungen aus dem Umland sowie Rohwasser aus Talsperren des regionalen Verbunds, vor allem aus dem Einzugsbereich der Saidenbach-Talsperre und weiterer Anlagen im Erzgebirgsvorland. Nach der Aufbereitung in den Werken wird das Wasser in das Chemnitzer Netz eingespeist und von dort in die Stadtteile verteilt. Diese Mischung aus regionalem Grundwasser und aufbereitetem Talsperrenwasser sorgt dafür, dass Chemnitz nicht das sehr weiche Gebirgswasser der oberen Erzgebirgsorte bekommt, sondern ein härteres, mineralreicheres Wasser, das geologisch sauber zur Lage zwischen Erzgebirge und Muldebecken passt. Im direkten Vergleich mit den Nachbarorten zeigt sich die Lage deutlich: Richtung Augustusburg, Flöha oder Burgstädt ändern sich die Gesteine und damit auch die Härtewerte, oft mit stärkeren Schwankungen je nach Brunnen und Tal. Chemnitz selbst liegt in einem Übergangsraum, in dem das Wasser aus dem Erzgebirge, aus dem Chemnitztal und aus den umgebenden Sedimentbecken zusammenläuft. Genau deshalb liegt der Wert hier nicht extrem, aber klar im harten Bereich. Gegenüber vielen Orten im sächsischen Bergland ist Chemnitz mineralreicher, gegenüber manchen Flusstälern im Flachland aber oft etwas ausgeglichener. Der Härtewert spiegelt also nicht nur das Netz, sondern die ganze Landschaft um das Stadtgebiet wider: die Täler, die anstehenden Gesteine und die regionalen Wasserwege, aus denen Chemnitz sein Trinkwasser bezieht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: eins energie in sachsen GmbH & Co. KG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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