Wasserhärte in Erfurt

PLZ 99084 · Erfurt, Thüringen

30 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Erfurt Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 30 °dH

Spülmaschine

Bei 30 °dH in Erfurt: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Erfurt liegt mit 30 °dH 9,1 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Erfurt
30
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Erfurt liegt mit 30 °dH 15,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Erfurt
30
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Elxleben 24,8 °dH hart
Kleinmölsen 31 °dH hart
Nöda 24,9 °dH hart
Großmölsen 18,2 °dH hart
Nesse-Apfelstädt 18,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Erfurt

Erfurt liegt mit 30 °dH deutlich über dem Thüringer Mittel und auch spürbar über vielen Nachbarorten im Thüringer Becken, wo Leitungswasser oft aus weicherem Mischwasser stammt. Der harte Wert passt zur Geologie des Umlands: Unter dem Stadtgebiet und im Beckenrand liegen lössbedeckte Schichten, Gips- und Anhydritlagen, dazu kalk- und mineralstoffreiche Sedimente aus der Trias. Solches Gestein gibt Calcium und Magnesium ans Wasser ab. Die Gera, die durch die Stadt zieht, prägt zwar das Talbild, macht das Trinkwasser aber nicht weich. Entscheidend sind die Grundwasserleiter im Becken und am Rand des Steigers sowie die Zuflüsse aus mineralreichen Schichten, die das Wasser auf dem Weg in die Gewinnungsanlagen deutlich aufladen. Deshalb fällt Erfurt härter aus als manche Orte im Thüringer Wald oder im westlichen Thüringen, wo andere Gesteine und Quellgebiete dominieren. Das Trinkwasser kommt in Erfurt vor allem aus Grundwasserfassungen und Brunnen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Erfurt. Der Betreiber ist die Stadtwerke Erfurt Gruppe mit ihrem Wasserwerk und den zugehörigen Gewinnungsanlagen im Stadtgebiet und Umland. Ergänzend spielen Quellen und geförderte Brunnen im Einzugsraum der Gera-Aue sowie im Bereich des Thüringer Beckens eine Rolle. Die Aufbereitung bleibt vergleichsweise knapp, weil das Rohwasser bereits aus mineralreichen Schichten stammt und nicht erst lange behandelt werden muss. Das unterscheidet Erfurt von Orten, die stärker auf Talsperrenwasser oder Quellwasser aus dem Thüringer Wald setzen. Dort ist das Wasser oft weicher. Erfurt dagegen steht näher an den kalk- und gipsführenden Ablagerungen des Beckens, und genau das schlägt sich in der Härte nieder. Auch im direkten Vergleich mit Weimar, Gotha oder Arnstadt zeigt sich ein klareres Bild. Diese Städte liegen zwar ebenfalls im Thüringer Becken, doch ihre Mischungen aus Brunnen, Quellen und Fernwasser fallen örtlich anders aus. Erfurt bezieht sein Trinkwasser aus einem großen städtischen Netz mit eigenen Gewinnungsgebieten und einem starken Grundwasseranteil. Dadurch bleibt der Einfluss der lokalen Geologie besonders deutlich. Gegenüber Orten im Thüringer Wald oder am Rand der Hainleite wirkt Erfurt härter, kalkiger und mineralischer. Die Lage zwischen Gera, Steigerwald und den offenen Beckenflächen sorgt nicht für weiches Bergwasser, sondern für einen städtischen Trinkwassercharakter, der eng an die Gesteine des Umlands gebunden ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Erfurt Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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