Wasserhärte in Eschelbronn

PLZ 74927 · Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg

17 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Hardtwald

Website

Praktische Tipps bei 17 °dH

Spülmaschine

Bei 17 °dH in Eschelbronn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Eschelbronn liegt mit 17 °dH 1,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Eschelbronn
17
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Eschelbronn liegt mit 17 °dH 2,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Eschelbronn
17
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neidenstein 18,9 °dH hart
Spechbach 16,3 °dH hart
Waibstadt 17,6 °dH hart
Meckesheim 19,4 °dH hart
Epfenbach 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Eschelbronn

Der Rhein-Neckar-Kreis liegt an einer geologisch spannenden Nahtstelle zwischen dem kristallinen Odenwald, den lössreichen Randlagen der Rheinebene und den kalkigen Schichten des Kraichgaus. Diese Mischung prägt die Trinkwasserwerte vieler Orte im Nordwesten Baden-Württembergs. Dort, wo Kalk- und Mergelgesteine das Grundwasser aufladen, steigen die Härtewerte spürbar an. Eschelbronn liegt am Rand des Kleinen Odenwalds und damit in einem Bereich, in dem das Wasser auf seinem Weg durch Muschelkalk, Keuper- und lössbeeinflusste Deckschichten reichlich Calcium und Magnesium aufnimmt. Der Härtewert von 17 °dH passt zu diesem Untergrund: hartes Wasser ist hier keine Ausnahme, sondern Folge des regionalen Gesteinsaufbaus und der Grundwasserströmungen Richtung Elsenz, Schwarzbach und Neckar. Die Flüsse selbst liefern das Trinkwasser nicht direkt, aber ihre Täler und Niederungen markieren jene Sicker- und Sammelräume, aus denen der Untergrund gespeist wird. Eschelbronn wird über die öffentliche Versorgung des Zweckverbands Wasserversorgungsgruppe Hardtwald versorgt, der im Raum zwischen Sinsheim, Waibstadt und den angrenzenden Gemeinden mehrere Brunnenanlagen und Verbundleitungen betreibt. Das Wasser stammt aus örtlichen und regionalen Grundwasserfassungen des Kraichgaus und des Hardtwalds, also aus tiefen Brunnen in sandig-kiesigen Schichten, die natürlich mineralisiert sind und den Härtebereich nach oben schieben. Je nach Netzabschnitt wird das Rohwasser im Verbund aufbereitet und in die Hochbehälter und Leitungen von Eschelbronn eingespeist. Gerade dieser Verbund macht den Ort interessant: Die Versorgung ist nicht auf eine einzelne Quelle angewiesen, sondern auf ein System aus Brunnenstandorten und Leitungsachsen, das sich an den hydrogeologischen Gegebenheiten des südlichen Rhein-Neckar-Raums orientiert. Im Vergleich zu vielen Orten im nördlichen Baden-Württemberg liegt Eschelbronn damit klar auf der härteren Seite. In den tieferen, von Buntsandstein geprägten Teilen des Odenwalds ist Trinkwasser oft deutlich weicher, während im Kraichgau und an den kalkreichen Rändern der Rheinebene ähnliche Werte wie in Eschelbronn häufiger vorkommen. Gegenüber Nachbarorten mit stärker sandig geprägtem Untergrund fällt die Mineralisierung hier deutlicher aus. Der Ort steht damit exemplarisch für den Übergang von den weicheren Mittelgebirgswässern zu den härteren Wässern des Kalklandes. Wer in Eschelbronn aus dem Hahn zapft, bekommt also kein beliebig austauschbares Baden-Württemberg-Wasser, sondern ein regionales Produkt aus Grundwasser, Kalkstein und dem geologischen Zuschnitt des Rhein-Neckar-Kreises.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Hardtwald

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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