Wasserhärte in Flörsbachtal

PLZ 63639 · Main-Kinzig-Kreis, Hessen

9,6 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Gruppenwasserwerk Florenberg

Website

Praktische Tipps bei 9,6 °dH

Spülmaschine

Bei 9,6 °dH in Flörsbachtal: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Flörsbachtal liegt mit 9,6 °dH 6,1 °dH unter dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Flörsbachtal
9,6
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Flörsbachtal liegt mit 9,6 °dH 5,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Flörsbachtal
9,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Haurain 18,1 °dH hart
Frammersbacher Forst 18,1 °dH hart
Frammersbach 10,6 °dH mittel
Jossgrund 11,3 °dH mittel
Herrnwald 18,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Flörsbachtal

22,7 °dH — was steckt dahinter? Im Flörsbachtal prägen vor allem das kristalline Grundgebirge des Spessarts, verwitterte Sandsteine und quarzreiche, aber mineralisch nur mäßig auslaugende Böden das Trinkwasser. Regen versickert in den bewaldeten Hängen, sammelt sich in kleinen Quellhorizonten und nimmt auf dem Weg durch Klüfte und Lockergestein Calcium und Magnesium auf. Darum liegt der Härtewert hier im mittleren Bereich und nicht im weichen Spektrum vieler hessischer Mittelgebirgsorte. Hinzu kommt die Lage im engen Talzug der Flörsbach, deren Nebenbäche das Wasser nur kurz durch die Landschaft führen, bevor es gefasst wird. Die naturnahe Umgebung mit Buchenwäldern und wenig intensiver Landwirtschaft hält das Wasser zwar sauber, ändert aber nichts an der geologischen Prägung des Untergrunds. Maßgeblich ist also nicht ein großer Fluss, sondern das Wechselspiel aus Quellschüttungen, felsigem Untergrund und den kleinen Einzugsgebieten im Main-Kinzig-Kreis. Das Trinkwasser kommt hier aus lokalen Quellen und Brunnen im Gemeindegebiet und aus den Fassungen des Zweckverbands Gruppenwasserwerk Florenberg, der die Orte des Flörsbachtals über die Hochbehälter im Tal versorgt. Ergänzend speisen Quellgebiete aus dem Spessart das Netz, während die Nähe zu überörtlichen Verbundleitungen im Main-Kinzig-Kreis die Versorgung absichert. Anders als in vielen Orten entlang des Mains, wo Wasser aus großräumigen Talsperrenverbünden oder aus kalkärmeren Fernleitungen kommt, bleibt Flörsbachtal stark von seinen eigenen Quell- und Brunnenvorkommen abhängig. Genau darin liegt der lokale Charakter: kurze Wege vom Niederschlag zur Fassung, wenig industrielle Überprägung und ein Untergrund, der Mineralien an das Wasser abgibt. Das Ergebnis ist ein fester, aber nicht extrem harter Wert, der sich deutlich von den oft weicheren Werten westlicher hessischer Regionen und von den teils noch härteren, kalkreicheren Lagen am Untermain absetzt. Gegenüber den Nachbarorten im Spessart zeigt sich Flörsbachtal damit als Übergangsraum. In tieferen Lagen Richtung Main steigt die Wasserhärte häufig an, weil Muschelkalk und andere karbonatreiche Schichten stärker durchschlagen. In den höher gelegenen Waldorten des Spessarts bleibt das Wasser oft etwas ausgewogener, weil dort das kristalline Grundgebirge und sandige Deckschichten dominieren. Flörsbachtal liegt genau in dieser geologischen Kante. Das macht den Ort wasserwirtschaftlich eigenständig: weder reines Quellwasser aus weichem Buntsandsteingebiet noch ausgesprochen kalkreiches Mainwasser, sondern ein lokales Mischbild aus Spessartquellen, Brunnen und Talhydrologie. Wer den Härtewert hier liest, sieht deshalb vor allem die Landschaft selbst: Waldhänge, Quellmulden und das harte Rückgrat des Spessarts.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Gruppenwasserwerk Florenberg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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