Wasserhärte in Freital

PLZ 01705 · Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen

10,6 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

SachsenEnergie AG

Website

Praktische Tipps bei 10,6 °dH

Spülmaschine

Bei 10,6 °dH in Freital: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Freital liegt mit 10,6 °dH 4,2 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Freital
10,6
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Freital liegt mit 10,6 °dH 4,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Freital
10,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rabenau 10,6 °dH mittel
Bannewitz 9,1 °dH mittel
Tharandt 10,6 °dH mittel
Dresden 8 °dH weich
Dorfhain 10,6 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Freital

Freital liegt beim Trinkwasser spürbar über dem sächsischen Mittel vieler weicher Mittelgebirgsorte, bleibt mit 10,6 °dH aber klar im mittleren Bereich. Der Grund liegt im Übergang vom Erzgebirge ins Dresdner Elbtal: Hier treffen Gneis, Schiefer und verwitterte Sedimente aufeinander, dazu kommen Kalkanteile aus den Lockergesteinen in den Tälern von Weißeritz und Seidewitz. Diese Mischung gibt dem Wasser mehr Mineralstoffe mit als in den höher gelegenen, granit- und gneisgeprägten Randlagen des Osterzgebirges, aber deutlich weniger als in stark kalkreichen Gebieten außerhalb Sachsens. Die Weißeritz prägt den Ort besonders. Sie schneidet durch die Hänge, sammelt Niederschläge aus dem Plauenschen Grund und den Seitentälern und speist damit ein Einzugsgebiet, dessen Wasser nicht extrem weich bleibt. Deshalb liegt Freital auch etwas härter als viele Nachbarorte im Erzgebirgsvorland, während es zugleich weicher bleibt als Orte mit stärker kalkhaltigem Untergrund Richtung Elbtalrand und nördliches Umland von Dresden. Konkret stammt das Trinkwasser aus dem Netz der DREWAG Netz GmbH, heute unter der SachsenEnergie-Gruppe geführt. Freital wird überwiegend mit aufbereitetem Wasser aus dem Dresdner Wassernetz versorgt, das aus den Gewinnungsanlagen der Talsperren- und Quellgebiete im Osterzgebirge gespeist wird. Dazu zählen vor allem die Talsperren Lehnmühle und Klingenberg sowie die dazugehörigen Quell- und Grundwasserfassungen im Einzugsbereich der Wilden Weißeritz und ihrer Nebenbäche. Dieses Wasser wird in den Wasserwerken der Region aufbereitet und über das Verbundnetz nach Freital geleitet. Der Ort hängt damit eng an den Dresdner Wasserverbund, nicht an eine kleine lokale Einzelquelle. Das macht die Versorgung robust und erklärt zugleich, warum der Härtewert nicht völlig weich ausfällt: Zwischen Quellgebieten, Stauraumwasser und den mineralischen Schichten des Umlands bleibt ein messbarer Gehalt an Calcium und Magnesium erhalten. Gegenüber Bannewitz, Rabenau oder Tharandt wirkt Freital im Wasserbild etwas städtischer und weniger von hoch gelegenen, sehr weichen Gebirgszuflüssen geprägt. Gegenüber Dresden selbst liegt der Wert meist nah am Verbundniveau, aber die Lage am Weißeritzkorridor sorgt für eigene kleine Schwankungen zwischen den Ortsteilen. Genau darin zeigt sich Freitals Sonderfall im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: nicht die reine Berglage bestimmt das Trinkwasser, sondern der Übergang von Tal, Hang und Flusssystem. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt kein extrem hartes Elbwasser und auch kein typisches Hochgebirgswasser, sondern ein regional ausbalanciertes Wasser aus den Talsperren und Fassungsgebieten des Osterzgebirges, geformt von Gestein, Talboden und der Weißeritz als Leitfluss.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: SachsenEnergie AG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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