Wasserhärte in Gedern

PLZ 63688 · Wetteraukreis, Hessen

15,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

OVAG Netz GmbH

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Praktische Tipps bei 15,7 °dH

Spülmaschine

Bei 15,7 °dH in Gedern: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Gedern liegt mit 15,7 °dH genau im Durchschnitt (15,7 °dH).

Gedern
15,7
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Gedern liegt mit 15,7 °dH 1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gedern
15,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hirzenhain 18,3 °dH hart
Kefenrod 17,7 °dH hart
Schotten 14,3 °dH mittel
Birstein 14,2 °dH mittel
Grebenhain 14,4 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Gedern

Der Wetteraukreis liegt auf einem geologisch vielschichtigen Untergrund, und gerade das prägt das Trinkwasser in Gedern. Zwischen Basaltzügen des Vogelsbergs, Buntsandsteinflächen und lössbedeckten Senken sammelt sich Niederschlagswasser nicht nur schnell, sondern löst auf dem Weg durch Kalk- und Magnesium führende Schichten auch reichlich Mineralien. Gedern sitzt am östlichen Rand dieses Übergangsraums, wo das Wasser aus den Hängen und Talzügen der Umgebung in tiefere Grundwasserleiter einsickert. Die Folge ist ein deutlich hartes Wasser mit 15,7 °dH. Der Wert passt zu einer Region, in der nicht reines Quellwasser aus jungem Basalt dominiert, sondern Grundwasser, das längere Wege durch mineralreiche Gesteine nimmt und dabei Härtebildner aufnimmt. Auch die Nähe zu den Zuflüssen des Nidder-Systems und zu den wasserführenden Schichten im Vorland des Vogelsbergs spielt dabei eine Rolle, weil sie die lokale Neubildung und Zusammensetzung des Grundwassers mitbestimmen. In Nachbarorten mit stärkerem Anteil an weichen Vogelsbergwässern fällt die Härte oft niedriger aus, während Gedern näher an den kalk- und sandsteingeprägten Randlagen liegt und dadurch spürbar härter versorgt wird. Das Trinkwasser für Gedern stammt aus dem Netz des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe, kurz Ovag Netz, und wird aus regionalen Gewinnungsanlagen im Wetterau- und Vogelsbergbereich eingespeist. Dazu gehören Tiefbrunnen und Quellen, die Grundwasser aus den wasserführenden Schichten des Umlands fördern und in das Verbundsystem einleiten; je nach Betriebszustand wird das Wasser auch mit weiteren regionalen Einspeisungen gemischt. Die Versorgung ist damit klar auf die Oberhessische Wasserlandschaft ausgerichtet und nicht auf Fernwasser aus großen überregionalen Leitungen. Gerade diese regionale Herkunft erklärt, warum Gedern nicht die milderen Werte vieler hessischer Mittelgebirgsorte erreicht, sondern ein spürbar mineralreiches Wasser bekommt. Im Vergleich zu Orten im reinen Basaltgebiet des Vogelsbergs ist der Härtegrad in Gedern höher, weil hier die geologische Übergangszone stärker ins Gewicht fällt. Gegenüber Teilen Hessens mit weichem Trinkwasser, etwa in Regionen mit vorherrschendem Sandstein oder starkem Anteil an oberflächennahen Niederschlagswässern, steht Gedern damit auf der härteren Seite. Das ist ein direktes Ergebnis des Untergrunds, der Brunnenstandorte und der regionalen Netzstruktur, die den Ort mit Wasser aus dem Oberhessischen versorgt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: OVAG Netz GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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