Wasserhärte in Heidekamp

PLZ 23858 · Stormarn, Schleswig-Holstein

15,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Stormarn

Website

Praktische Tipps bei 15,1 °dH

Spülmaschine

Bei 15,1 °dH in Heidekamp: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Heidekamp liegt mit 15,1 °dH 1,2 °dH über dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Heidekamp
15,1
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Heidekamp liegt mit 15,1 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Heidekamp
15,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Zarpen 15,9 °dH hart
Reinfeld (Holstein) 15,1 °dH hart
Wesenberg 13,1 °dH mittel
Rehhorst 14,8 °dH hart
Heilshoop 16,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Heidekamp

Zwischen den flachen Moränenzügen des Stormarner Landes und den feuchten Niederungen der Trave prägt ein eiszeitlicher Untergrund das Trinkwasser von Heidekamp. Sandige Schmelzwasserablagerungen wechseln hier mit Geschiebelehm, darunter liegen kalkhaltige Schichten aus den Ablagerungen der Eiszeit. Das Grundwasser nimmt auf seinem Weg durch diese Sedimente Mineralien auf, vor allem Calcium und Magnesium. Darum liegt die Wasserhärte mit 15,1 °dH im harten Bereich. Die umgebenden Senken und Gräben leiten Niederschläge zwar rasch ab, zugleich speisen sie aber die flacheren Grundwasserleiter, die in Stormarn vielerorts genutzt werden. Die Nähe zu den Niederungen von Trave und Beste sowie zu den sanften Erhebungen des östlichen Schleswig-Holsteins sorgt für einen Wasserhaushalt, der deutlich kalkreicher ist als in den nordwestlichen Marschgebieten des Landes. Das Trinkwasser für Heidekamp stammt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Stormarn, der die örtliche Versorgung über seine Brunnen und Wasserwerke im Kreis organisiert. Gewonnen wird das Wasser aus tiefen Grundwasserbrunnen in den eiszeitlichen Sand- und Kieskörpern des Kreises, nicht aus einer Talsperre. Diese Brunnen fördern Wasser aus geschützten unterirdischen Schichten, die nach natürlicher Filterung in das Leitungsnetz gelangen. Der Versorger mischt die Förderströme aus mehreren Gewinnungsgebieten, um die Versorgung in den Gemeinden des südlichen Stormarn stabil zu halten. Heidekamp bezieht damit kein Oberflächenwasser aus Flüssen, sondern ein regionales Grundwasser, das die Geologie vor Ort direkt widerspiegelt. Der Unterschied zu vielen Orten an der Westküste ist deutlich. Dort sind die Wasserwerte oft weicher, weil junge Marsch- und Geestböden weniger Kalk an das Grundwasser abgeben. Heidekamp liegt dagegen im Einflussbereich des östlichen Hügellandes von Schleswig-Holstein, wo die eiszeitlichen Ablagerungen mächtiger und kalkreicher sind. Auch im Vergleich zu manchen Nachbarorten im Kreis Stormarn zeigt sich ein härteres Profil, weil die Grundwasserleiter hier stärker mit den mineralreichen Schichten der Endmoränen verbunden sind. Das Trinkwasser wirkt dadurch regional typischer für das Binnenland zwischen Lübeck und dem Hamburger Umland: nicht küstennah, nicht moorig, sondern geprägt von Sand, Lehm und dem Kalkvorrat der Eiszeit.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Stormarn

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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