Wasserhärte in Hohenstein

PLZ 99755 · Nordhausen, Thüringen

21,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Nordhausen

Website

Praktische Tipps bei 21,1 °dH

Spülmaschine

Bei 21,1 °dH in Hohenstein: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Hohenstein liegt mit 21,1 °dH genau im Durchschnitt (20,9 °dH).

Hohenstein
21,1
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Hohenstein liegt mit 21,1 °dH 6,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hohenstein
21,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Walkenried 17,9 °dH hart
Bad Sachsa 15,4 °dH hart
Ellrich 17,3 °dH hart
Kehmstedt 18,1 °dH hart
Werther 21,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Hohenstein

Unter Hohenstein liegt ein Stück Südharz, geprägt von Kalk, Mergel und tonigen Ablagerungen aus dem Zeitalter des Zechsteins und des Muschelkalks. Diese Schichten wurden über lange Zeit von Meereseinbrüchen, Verwitterung und dem Druck der darüberliegenden Gesteine geformt. Später lagerten sich in Mulden auch Lockersedimente an, und an den Hängen mischten sich kalkarme Sande mit dem festen Karstuntergrund. Genau daraus zieht das Wasser seine Härte. Es sickert durch Gestein, das viel Calcium und Magnesium freigibt. Der Wert von 21,1 °dH passt zu einem Gebiet, in dem kalkreiche Schichten und verkarstete Zonen das Grundwasser deutlich mineralisieren. Die Nähe zum Harzrand, zu trockenen Hochflächen und zu kleinen Bachläufen mit kurzer Fließstrecke verstärkt diesen Eindruck, weil das Wasser wenig Zeit hat, weich gespült zu werden. Das Trinkwasser stammt hier nicht aus einer großen Talsperre, sondern aus lokalen Grundwasservorkommen und Fassungen des regionalen Netzes im Landkreis Nordhausen. Zuständig ist der Wasserverband Nordhausen, der die Versorgung aus Brunnen und Quellgebieten im Südharzraum organisiert und aufbereitet. Typisch für diese Ecke Thüringens ist die Mischung aus Quellwasser und gefördertem Grundwasser aus kalkführenden Gesteinsschichten. Hohenstein liegt damit in einem anderen Muster als Orte weiter südlich oder östlich im Thüringer Becken, wo häufig weichere Wasser aus anderen Schichtfolgen ankommen. Auch im Vergleich zu Nachbarorten am Harzrand fällt die Härte hier oft höher aus, weil der Untergrund stärker von löslichem Kalk und Dolomit geprägt ist. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die Gesteine mehr Mineralien auf als in Regionen mit Sandstein, Granit oder Moorböden. Der Unterschied zeigt sich im ganzen Nordhäuser Land: Zwischen den Karstflächen des Südharzes, den Tälern und den randlichen Höhenzügen wechselt die Wasserbeschaffenheit von Ort zu Ort spürbar. Hohenstein steht dabei auf der harten Seite dieser Landschaft. Die geologische Unterlage liefert die Erklärung, nicht der Ort selbst. Wer hier Wasser zapft, bekommt ein Produkt des Untergrunds, des regionalen Grundwassers und der langen Wanderung durch kalkreiche Schichten. So bleibt Hohenstein eng mit dem Südharz verbunden, auch unter dem Hahn: nicht durch Flusswasser aus großer Ferne, sondern durch Wasser aus dem eigenen Gestein.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Nordhausen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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