Wasserhärte in Kupferzell

PLZ 74635 · Hohenlohekreis, Baden-Württemberg

16,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Hohenlohegruppe

Website

Praktische Tipps bei 16,3 °dH

Spülmaschine

Bei 16,3 °dH in Kupferzell: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Kupferzell liegt mit 16,3 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Kupferzell
16,3
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Kupferzell liegt mit 16,3 °dH 1,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kupferzell
16,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Künzelsau 20,9 °dH hart
Waldenburg 16 °dH hart
Neuenstein 16,3 °dH hart
Ingelfingen 13 °dH mittel
Braunsbach 14,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kupferzell

Der Hohenlohekreis liegt auf einer vielschichtigen Schichtstufenlandschaft aus Muschelkalk, Keuper und Lössdecken. Genau diese Abfolge prägt auch Kupferzell. Unter den Feldern rund um den Ort stehen vor allem kalkreiche Gesteine an, die Regenwasser auf dem Weg in den Untergrund mit Calcium und Magnesium anreichern. Die Kupfer, die durch das Gemeindegebiet zieht, sammelt dabei Wasser aus einem Einzugsraum, in dem die Böden oft nur dünn über dem Kalkstein liegen. So entsteht ein Trinkwasser mit 16,3 °dH, also deutlich härter als in vielen Gegenden des Landes. Gegenüber den weicher geprägten Schwarzwald- und Bodenseeregionen fällt Kupferzell damit klar auf, während Orte im Hohenloher Land mit ähnlicher Muschelkalkbasis oft ebenfalls in diesem Bereich liegen. Das Trinkwasser für Kupferzell stammt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Hohenlohegruppe, der in der Region mehrere Fassungen betreibt und das Wasser über Verbundleitungen bereitstellt. Die Versorgung stützt sich auf tiefere Brunnen und Quellvorkommen im Hohenloher Raum, nicht auf eine große Talsperre. Typisch für diese Landschaft sind Grundwasserfassungen in den kalkigen Schichten des Muschelkalks und in den Übergängen zum Keuper, ergänzt durch Aufbereitung und Mischung, bis die Versorgung im Ort stabil anliegt. Kupferzell hängt damit an einem regionalen System, das die Wasserqualität an die geologischen Verhältnisse anpasst und nicht an weit entfernte Fernwassernetze. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich vor allem im geologischen Untergrund. Richtung Schwäbisch Hall und weiter in den Main-Tauber-Raum bleiben die Wasserwerte ebenfalls eher hart, weil Kalkstein und Mergel dominieren. In den Hügellagen um Künzelsau, Waldenburg oder Bretzfeld schwanken die Härten je nach Brunnenfassung und Mischung, doch Kupferzell liegt mit 16,3 °dH im Bereich eines klar kalkgeprägten Hohenloher Wassers. Gegenüber weichen Wassern aus dem Schwarzwald oder aus dem Alpenvorland fehlt hier der große Anteil an silikatischem Gestein. Genau deshalb wirkt das Kupferzeller Trinkwasser so bodenständig regional: Es kommt aus derselben Landschaft, aus der auch die Äcker, Bäche und Hänge ihren Charakter beziehen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Hohenlohegruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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