Wasserhärte in Leimen

PLZ 69181 · Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Heidelberg GmbH

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Leimen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Leimen liegt mit 20 °dH 4,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Leimen
20
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Leimen liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Leimen
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sandhausen 18,9 °dH hart
Nußloch 35 °dH hart
Gaiberg 18,9 °dH hart
Wiesloch 22 °dH hart
Walldorf 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Leimen

Zwischen den sanften Hügeln des Kraichgaus und den Tälern des Oberrheins liegt Leimen an einem Wasserraum, der vom Kalk geprägt ist. Nördlich und westlich bestimmt die breite Rheinebene mit mächtigen Kies- und Schotterablagerungen das Bild, östlich steigen Muschelkalk- und Lössflächen des Kleinen Odenwalds und des Kraichgaus an. Regen versickert dort rasch, löst auf seinem Weg Kalk aus dem Untergrund und reichert das Grundwasser mit Calcium und Magnesium an. Auch die nahen Bachläufe, die Richtung Rhein entwässern, verändern diesen Weg kaum, weil sie das Wasser nur kurz an der Oberfläche halten. So entsteht in Leimen ein hartes Trinkwasser mit 20 °dH, typisch für eine Lage zwischen kalkreichen Hängen und der grundwasserreichen Rheinebene. Gegenüber Orten auf den kristallinen Böden des Schwarzwalds oder des nördlichen Odenwalds fällt dieser Wert deutlich höher aus, weil dort weniger lösliche Kalkminerale im Gestein stecken. Im Vergleich zu vielen Städten im Land gehört Leimen damit klar zu den härteren Versorgungsgebieten Baden-Württembergs. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Stadtwerke Heidelberg, die Leimen gemeinsam mit den anderen Bergstraßenorten beliefern. Gewonnen wird es vor allem aus Grundwasserbrunnen im Versorgungsgebiet der Rhein-Neckar-Region, ergänzt durch Wasser aus dem Heidelberger Umland und aus den Wasserwerken entlang der Rheinebene. Diese Brunnen fördern aus tiefen kiesigen Schichten, die am Rand des Oberrheingrabens liegen und sehr ergiebig sind. Dort sammelt sich Wasser aus dem Neckarraum, aus den Hanglagen von Rohrbach, Kirchheim und dem Leimener Umland, bevor es nach Aufbereitung ins Leitungsnetz gelangt. Die Nähe zum Rhein schafft große Reserven, doch gerade die kalkreichen Schichten sorgen dafür, dass die Härte in Leimen nicht weich ausfällt. Anders als in vielen Gemeinden des Schwarzwalds, die eher von Quellwasser aus Graniteinzugsgebieten leben, bleibt hier der mineralische Eindruck des Untergrunds im Glas spürbar. Leimen unterscheidet sich auch innerhalb des Rhein-Neckar-Kreises deutlich von Orten mit stärker gemischter Versorgung. Städte am Neckar oder am Rand des Odenwalds beziehen teils Wasser aus anderen Brunnenverbünden oder aus weicheren Quellgebieten, während Leimen eng an das Heidelberger Rheinebenen-System gebunden ist. Gegenüber dem Landesdurchschnitt, der vielerorts zwischen weichen Schwarzwaldwässern und mittelharten Voralpenquellen pendelt, steht Leimen auf der harten Seite. Wer hier trinkt, schmeckt ein Wasser, das den Kalk der Umgebung nicht versteckt, sondern direkt aus der Geologie der Region bezieht. Genau darin liegt der Ortscharakter dieses Leitungswassers: geprägt von Rheinebene, Kraichgau und den Grundwasserleitern am Fuß der Bergstraße.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Heidelberg GmbH

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