Wasserhärte in Lohra

PLZ 35102 · Marburg-Biedenkopf, Hessen

12,7 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Oberes Lahngebiet

Website

Praktische Tipps bei 12,7 °dH

Spülmaschine

Bei 12,7 °dH in Lohra: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Lohra liegt mit 12,7 °dH 3 °dH unter dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Lohra
12,7
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Lohra liegt mit 12,7 °dH 2 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lohra
12,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gladenbach 14,2 °dH mittel
Fronhausen 12,2 °dH mittel
Weimar (Lahn) 12,2 °dH mittel
Bad Endbach 13 °dH mittel
Hohenahr 12,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Lohra

12,7 °dH — was steckt dahinter? Lohra liegt am Übergang vom Lahntal in den östlichen Hinterländer Raum, und genau diese Lage prägt das Trinkwasser. Unter den Ortsteilen stehen im Untergrund vor allem Basalt, Tonschiefer, Sandsteine und lössartige Deckschichten aus dem Rheinischen Schiefergebirge. Regenwasser sickert dort durch Spalten und lockere Schichten, nimmt Calcium und Magnesium aus dem Gestein auf und wird dadurch merklich mineralischer. Die Bäche der Umgebung, darunter die Lahn als wichtigste regionale Wasserachse und kleinere Zuflüsse aus den bewaldeten Höhen, spiegeln diese geologische Mischung indirekt wider: nicht das Flusswasser selbst landet im Hahn, sondern das Wasser aus den Fassungsgebieten, in denen der Untergrund die Härte mitprägt. Deshalb liegt Lohra nicht im weichen Bereich wie manche Mittelgebirgsorte mit reinem Buntsandstein, aber auch nicht so hart wie Gegenden mit stark kalkigem Muschelkalk. Der Mittelwert passt zu einem Gebiet, in dem Basaltkuppen, Schieferzüge und Lockersedimente dicht beieinander liegen. Das Trinkwasser kommt in Lohra aus den lokalen Quellen und Brunnen des zuständigen Netzgebiets und wird über die Wasserversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf eingespeist. Zuständig ist der Wasserverband Oberes Lahngebiet, der die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung im Raum Lohra organisiert. Gespeist wird das Netz aus Quellfassungen und Tiefbrunnen in den waldreichen Lagen des Hinterlandes, ergänzt durch aufbereitetes Mischwasser aus dem Verbund des Oberen Lahntals. Gerade diese Herkunft aus mehreren kleinen Gewinnungsstellen hält die Werte stabil und erklärt, warum Lohra nicht von einem einzelnen, stark kalkhaltigen Großwasserwerk abhängt. Die Geologie der Fassungsgebiete entscheidet mit darüber, wie viel Härte im Wasser landet, und die örtliche Mischung führt in Lohra zu einem mittleren Wert. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich der Unterschied deutlich. In Richtung Marburg und im Lahntal gibt es Orte mit teils etwas weicherem Wasser, wenn mehr aus Quellgebieten mit silikatischem Untergrund bezogen wird. Richtung Biedenkopf und in den höher gelegenen Teilen des Landkreises treten stellenweise höhere Härtegrade auf, sobald kalkreichere Schichten stärker ins Spiel kommen. Lohra liegt dazwischen und wirkt wie ein geologischer Schnittpunkt: nicht Talboden, nicht Hochfläche, sondern ein Raum mit wechselnden Gesteinen und mehreren kleinen Einzugsgebieten. Genau deshalb ist das Wasser hier weder extrem weich noch auffallend hart, sondern typisch für den südlichen Rand des Marburger Hinterlands.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Oberes Lahngebiet

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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