Wasserhärte in Nahe

PLZ 23866 · Segeberg, Schleswig-Holstein

11,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Wasserbeschaffungsverband Mittleres Störgebiet

Website

Praktische Tipps bei 11,8 °dH

Spülmaschine

Bei 11,8 °dH in Nahe: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Nahe liegt mit 11,8 °dH 2,1 °dH unter dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Nahe
11,8
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Nahe liegt mit 11,8 °dH 2,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Nahe
11,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Itzstedt 11,8 °dH mittel
Oering 13,3 °dH mittel
Wakendorf II 13,3 °dH mittel
Kayhude 12,5 °dH mittel
Nienwohld 11,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Nahe

Unter Nahe liegt eine eiszeitliche Landschaft aus Sand, Kies, Geschiebelehm und Moränenmaterial. Das ist der Fußabdruck der letzten Vereisungen, als das skandinavische Inlandeis den heutigen Kreis Segeberg überformte und beim Rückzug gewaltige Schichten aus Schmelzwassersanden, feinem Mergel und Findlingen ablagerte. Kalk tritt hier nicht als massives Gestein zutage, sondern steckt eher fein verteilt in den Lockersedimenten. Genau daraus wächst die mittlere Wasserhärte von 11,8 °dH: Das Grundwasser fließt durch sandige Böden schnell nach unten, nimmt aber unterwegs gelöste Mineralien aus kalkhaltigen Anteilen der eiszeitlichen Ablagerungen auf. Die Nähe zu den Niederungen und Bächen der Segeberger Landschaft, vor allem in Richtung der Trave und ihrer Zuflüsse, sorgt nicht für hartes Karstwasser wie in Süddeutschland, aber auch nicht für sehr weiches Regenwasser wie an der Küste. Nahe liegt damit zwischen zwei Welten: mehr Mineralien als in vielen westholsteinischen Marsch- und Geestorten, weniger Härte als in Orten mit stärker kalkführendem Untergrund im Binnenland. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbund der Wasserwerke im Kreis Segeberg und wird über tiefe Grundwasserbrunnen gefördert. Zuständig ist der Wasserbeschaffungsverband Mittelholstein, der die Region über mehrere Gewinnungsgebiete mit aufbereitetem Grundwasser versorgt. Aus den Brunnen wird Wasser aus den sandigen und kiesigen Grundwasserleitern gewonnen, anschließend vor allem belüftet und von natürlichem Eisen und Mangan befreit, ehe es ins Netz geht. Keine Talsperre, kein Oberflächenwasser, sondern lokales Grundwasser aus den quartären Schichten unter der Landschaft zwischen Nahe, Bad Segeberg und den umliegenden Dörfern. Gerade das prägt den Geschmack und die Mineralisierung: Das Wasser trägt Spuren der Böden, durch die es in den Jahrzehnten zuvor gesickert ist. Nahe unterscheidet sich damit deutlich von den Nachbarorten im Kreis Segeberg. Richtung Bad Bramstedt und in Teilen der Marsch ist das Wasser oft etwas anders geprägt, weil dort die geologischen Schichten und Grundwasserleiter wechseln. In den Küstenräumen Schleswig-Holsteins fällt die Härte meist niedriger aus, weil dort junge, sandige Ablagerungen dominieren und weniger kalkhaltige Moränenreste im Untergrund liegen. Nahe liegt dagegen auf dem leicht mineralisierten Mittelweg des Binnenlandes. Nicht kühl vom Meer, nicht kalkreich wie tiefer im Süden, sondern geprägt von der eiszeitlichen Grundmoräne des Kreises Segeberg. Genau dieser Untergrund macht die 11,8 °dH plausibel und verortet das Trinkwasser klar in seiner Landschaft.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserbeschaffungsverband Mittleres Störgebiet

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber