Wasserhärte in Neckargemünd

PLZ 69151 · Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Stadtwerke Neckargemünd GmbH

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Neckargemünd: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Neckargemünd liegt mit 18 °dH 2,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Neckargemünd
18
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Neckargemünd liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Neckargemünd
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neckarsteinach 13,2 °dH mittel
Bammental 20,9 °dH hart
Wiesenbach 20,9 °dH hart
Schönau 18,9 °dH hart
Gaiberg 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Neckargemünd

Neckargemünd sitzt geologisch an einer Schnittstelle, die Wasser hart macht. Unter dem Ort stehen im Neckartal vor allem Kalk- und Mergelschichten des Muschelkalks, dazu Reste von Buntsandstein aus den Talflanken und quartäre Schotter und Sande des Neckars. Der Fluss hat sich tief in diese Schichten eingeschnitten und immer wieder Kalk aus den umgebenden Gesteinen gelöst und ins Grundwasser getragen. Aus den Hängen von Dilsberg, Kleingemünd und den Höhen des Odenwalds sickert Wasser durch wechselnde Sand-, Ton- und Kalklagen, nimmt dabei Calcium und Magnesium auf und speist die örtlichen Brunnen und Fassungen. So landet Neckargemünd bei 18 °dH, deutlich über dem weichen Niveau vieler Schwarzwaldorte, aber noch unter manchen stark kalkgeprägten Neckarraumgemeinden. Das Trinkwasser kommt hier nicht aus einer einzelnen Quelle, sondern aus dem Verbund der Stadtwerke Neckargemünd mit regionalen Gewinnungsanlagen im Neckar- und Odenwaldraum. Gefördert wird vor allem aus Tiefbrunnen und Quellen im Einzugsgebiet, ergänzt durch aufbereitetes Mischwasser aus benachbarten Fassungen des Rhein-Neckar-Raums. Der Versorger ist die Stadtwerke Neckargemünd GmbH. Entscheidend ist der geologische Untergrund: Wo der Neckar den Kalk aus dem Muschelkalk freilegt und die Zuflüsse über Sandstein und Mergel streichen, steigen die Härtewerte spürbar an. Genau deshalb liegt Neckargemünd über vielen Orten im Kraichgau, aber auch über Teilen des westlichen Odenwalds, die stärker von Sandstein geprägt sind. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich am deutlichsten im Talverlauf. Heidelberg am Unterlauf des Neckars profitiert stellenweise von stärker gemischten Wasserquellen und kann je nach Netzabschnitt andere Härtebereiche haben, während Orte auf den Buntsandsteinrücken des Odenwalds oft etwas weichere Werte erreichen. Neckargemünd bleibt dagegen ein Ort mit kalkreichem Untergrund und entsprechend hartem Wasser. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt von Baden-Württemberg liegt der Wert klar im oberen Bereich, weil hier nicht Schwarzwaldgranit oder reine Sandsteinlandschaften dominieren, sondern ein von Kalk, Mergel und Flussschotter geprägtes Tal. Wer das Ortsbild kennt, erkennt es auch unter der Oberfläche: Der Neckar, die Hänge von Dilsberg und die geologischen Schichten des Odenwalds liefern die Erklärung für diesen Härtewert.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Neckargemünd GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber