Wasserhärte in Neckarzimmern

PLZ 74865 · Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg

14,3 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach

Website

Praktische Tipps bei 14,3 °dH

Spülmaschine

Bei 14,3 °dH in Neckarzimmern: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Neckarzimmern liegt mit 14,3 °dH 1,6 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Neckarzimmern
14,3
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Neckarzimmern liegt mit 14,3 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Neckarzimmern
14,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Haßmersheim 13,3 °dH mittel
Mosbach 11,1 °dH mittel
Gundelsheim 14,3 °dH mittel
Obrigheim 13,5 °dH mittel
Hüffenhardt 17,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Neckarzimmern

Unter Neckarzimmern liegt kein junges Lockergestein, sondern ein Mosaik aus dem Muschelkalk des Neckarbeckens. Die Hügel am Rand des Odenwalds tragen Kalk- und Mergelschichten, die der Neckar über lange Zeit angeschnitten hat. In den Talauen lagern daneben jüngere Sande und Kiese, vom Fluss abgesetzt und später mit Grundwasser gefüllt. Aus diesem Untergrund stammt auch die mittlere Härte von 14,3 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch kalkreiche Schichten Calcium und Magnesium auf, besonders dort, wo Muschelkalk, Mergel und durchlässige Talablagerungen ineinandergreifen. Der Neckar selbst prägt die Lage zusätzlich, weil er das Grundwasser im Tal ständig speist und zugleich mit Flusswasser und Uferfiltrat die chemische Mischung im Umland beeinflusst. Gegenüber den waldreicheren Odenwaldorten mit oft weicherem Quellwasser wirkt Neckarzimmern deshalb deutlich mineralischer. Gegenüber vielen Orten im restlichen Baden-Württemberg liegt der Wert im Mittelfeld, unter den sehr harten Wässern aus reinen Kalkgebieten, aber spürbar über den weichen Schwarzwaldwässern. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Kleine Odenwaldgruppe. Diese Versorgung stützt sich auf lokale und regionale Grundwasserfassungen im Neckartal und im Bereich der kleinen Seitentäler, dazu auf aufbereitetes, gemischtes Wasser aus den Verbundleitungen der Region. Entscheidend sind Brunnen und Quellfassungen im kalkreichen Untergrund, nicht eine weit entfernte Talsperre. Der Verband verteilt das Wasser über seine Leitungen an Neckarzimmern und weitere Orte im Umfeld. Dadurch bleibt die Herkunft eng an die Geologie des Neckar-Odenwald-Kreises gebunden. Die Härte von 14,3 °dH passt zu diesem Herkunftsraum: nicht weich wie in reinen Buntsandsteinlandschaften, nicht extrem hart wie dort, wo dicker Muschelkalk dominiert, sondern als Ergebnis eines Mischwassers aus Talgrund, Kalkhängen und regionalen Gewinnungsgebieten. Der Unterschied zu den Nachbarorten liegt vor allem im Untergrund. Richtung Odenwald nehmen Sandstein und Waldquellen zu, Richtung Neckar und Kraichgau werden Kalk und Mergel bestimmender. Neckarzimmern sitzt dazwischen und bekommt deshalb ein Wasser, das weder ausgesprochen weich noch stark kalkig ist. Im Vergleich zu großen Teilen Baden-Württembergs ist das bemerkenswert konstant: Viele Orte im Schwarzwald leben von sehr weichen Quellwässern, viele Orte auf der Schwäbischen Alb von deutlich härterem Karstwasser. Neckarzimmern liegt mit 14,3 °dH auf einem Übergangsniveau, das die Geologie des Neckartals sauber widerspiegelt. Genau dieser Übergang macht den Ort wasserchemisch eigenständig und hebt ihn vom direkten Umland ab.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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