Wasserhärte in Nürtingen

PLZ 72622 · Esslingen, Baden-Württemberg

16 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Nürtingen GmbH

Website

Praktische Tipps bei 16 °dH

Spülmaschine

Bei 16 °dH in Nürtingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Nürtingen liegt mit 16 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Nürtingen
16
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Nürtingen liegt mit 16 °dH 1,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Nürtingen
16
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Oberboihingen 19 °dH hart
Frickenhausen 16 °dH hart
Unterensingen 16,2 °dH hart
Wolfschlugen 13,7 °dH mittel
Großbettlingen 14 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Nürtingen

22,7 °dH — was steckt dahinter? In Nürtingen liegt die Ursache tief im Untergrund des mittleren Neckarraums. Hier prägen Keuper- und Muschelkalkschichten das Wasser. Regen versickert auf den Höhen von Schwäbischer Albvorland, Filderrand und Neckartal, löst dabei Kalk und etwas Dolomit aus dem Gestein und gelangt als mineralreiches Grundwasser wieder an die Oberfläche oder in Förderbrunnen. Auch der Neckar selbst hat die Landschaft geformt: Seine Aue und die Nebenbäche aus dem Umfeld von Aich, Erms und Lauter bringen zusätzlich Wasser in ein Gebiet, in dem kalkreiche Schichten auf engem Raum wechseln. Genau diese geologische Abfolge sorgt in Nürtingen für hartes Trinkwasser, deutlich härter als in vielen anderen Teilen des Landes. Während manche Orte im Schwarzwald oder auf granitnahen Böden weicheres Wasser beziehen, bleibt der Raum Esslingen mit seinem kalkgeprägten Untergrund klar im harten Bereich. Das Trinkwasser in Nürtingen stammt aus der regionalen Versorgung des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung und aus dem örtlichen Netz der Stadtwerke Nürtingen. Der Bodensee liefert über Fernleitungen Wasser von sehr hoher Qualität, das im Versorgungsgebiet mit lokalen Anteilen aus Brunnen und Quellen ergänzt wird. Gerade diese Mischung aus Fernwasser und eigenem Grundwasser macht den örtlichen Charakter aus. Das Wasser kommt nicht aus einer einzelnen Quelle, sondern aus einem Verbund von Gewinnungsanlagen, Pumpwerken und Speichern, die den Bedarf der Stadt und ihrer Teilorte absichern. Im Landkreis Esslingen ist diese Struktur typisch: Die dicht besiedelten Neckarorte stützen sich auf technisch eng verknüpfte Netze, weil die örtlichen Grundwasserleiter stark von der Geologie und von den Schwankungen im Neckartal abhängen. Gegenüber Nachbarorten zeigt Nürtingen ein klares Profil. In den höher gelegenen Gemeinden der Albkante oder in waldreichen Randlagen fällt die Härte oft etwas anders aus, weil dort andere Schichten anstehen und weniger kalkreiches Grundwasser gefördert wird. Im Vergleich zum baden-württembergischen Durchschnitt liegt Nürtingen am härteren Ende, näher an den kalkdominierten Regionen entlang von Neckar, Fils und Lauter als an den weicheren Wassern des Südschwarzwalds. Die Lage zwischen Neckartal und Albvorland macht den Unterschied sichtbar: Hier treffen wasserführende Schichten auf mächtige Kalk- und Mergelpakete, und genau daraus entsteht das kräftige, mineralische Profil des Nürtinger Trinkwassers.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Nürtingen GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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