Wasserhärte in Siegburg

PLZ 53721 · Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen

5,1 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtbetriebe Siegburg

Website

Praktische Tipps bei 5,1 °dH

Spülmaschine

Bei 5,1 °dH in Siegburg reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Siegburg liegt mit 5,1 °dH 9,3 °dH unter dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Siegburg
5,1
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Siegburg liegt mit 5,1 °dH 9,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Siegburg
5,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Troisdorf 5 °dH weich
Sankt Augustin 5,1 °dH weich
Lohmar 8,7 °dH mittel
Hennef (Sieg) 9,3 °dH mittel
Bonn 6 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Siegburg

Siegburg liegt mit 5,1 °dH deutlich unter vielen Werten, die im Rhein-Sieg-Kreis und in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens häufiger auftreten. Der Grund sitzt im Untergrund und im Einzugsgebiet: Hier prägen lockere Kiese, Sande und junge Flusssedimente des Siegtals das Wasserbild, während harte Kalk- und Dolomitgesteine aus größeren Tiefen kaum den Ton angeben. Die Sieg, die Agger in der Nachbarschaft und die vielen Talränder mit ihren durchlässigen Schichten sorgen dafür, dass das Rohwasser vergleichsweise wenig Calcium und Magnesium aufnimmt. Darum bleibt das Trinkwasser in Siegburg weich und wirkt viel milder als in Orten mit kalkreichen Grundwasserleitern am Rand der Eifel oder im Bergischen Land. Gegenüber Nachbarorten wie Sankt Augustin, Troisdorf oder Hennef ist der Unterschied oft klein, aber spürbar: Das Wasser aus dem Siegtal bleibt meist weicher als in Teilen des restlichen Landes, wo härtere Grundwässer aus Festgestein und stärker mineralisierten Quellen dominieren. Konkrete Grundlage ist die lokale Grundwassergewinnung im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Siegburg beziehungsweise der von ihnen genutzten Anlagen im Siegtal. Das Trinkwasser stammt aus Brunnen, die das wasserreiche Talbett und die angrenzenden, durchlässigen Schotter- und Sandkörper erschließen. Solche Fassungen fördern Wasser, das auf seinem Weg durch die jungen Ablagerungen nur kurz mit dem Gestein in Kontakt kommt. Deshalb bleibt der Mineralgehalt niedrig. Anders als Orte, die stark von Fernwasser aus Talsperren oder von tiefen Karstquellen geprägt sind, bezieht Siegburg sein Wasser vor allem aus der unmittelbaren Umgebung. Genau diese Nähe zum Siegtal macht den Charakter des Wassers aus. Die Sieg liefert nicht direkt das Trinkwasser, aber ihr Tal und ihre Auen prägen die Grundwasserneubildung, die Brunnenlagen und die Zusammensetzung des Rohwassers. Verglichen mit dem Landesdurchschnitt steht Siegburg damit auf der weichen Seite. Viele Regionen Nordrhein-Westfalens liegen deutlich höher, weil dort Kalk, Mergel oder älteres Festgestein das Wasser härter machen. Im Stadtgebiet selbst bleibt der Kontrast zu den höher mineralisierten Räumen des Rheinlands und des Bergischen spürbar. Siegburg profitiert von der Lage zwischen Mittelgebirge und Rheinebene, aber ohne starke Kalkprägung im Untergrund. Das Ergebnis ist ein Trinkwasser, das geologisch eher vom Flusstal als vom Gebirge erzählt. Rhein-Sieg-Kreis, Sieg und die lockeren Talablagerungen bestimmen hier den Ton, nicht die harte Mineralspur aus tieferen Gesteinen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtbetriebe Siegburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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