Wasserhärte in Stemwede

PLZ 32351 · Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen

24 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Gemeinde Stemwede

Website

Praktische Tipps bei 24 °dH

Spülmaschine

Bei 24 °dH in Stemwede: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Stemwede liegt mit 24 °dH 9,6 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Stemwede
24
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Stemwede liegt mit 24 °dH 9,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Stemwede
24
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Preußisch Oldendorf 24,2 °dH hart
Bad Essen 24,6 °dH hart
Bohmte 26 °dH hart
Brockum 14 °dH mittel
Stemshorn 13,6 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Stemwede

Unter Stemwede liegt kein junges Kalkbecken, sondern ein Mosaik aus eiszeitlichen Ablagerungen. Der Untergrund in der nordwestlichen Ecke des Kreises Minden-Lübbecke besteht vor allem aus Sanden, Kiesen, Geschiebemergel und Grundmoränenmaterial, das die Gletscher der Saale-Kaltzeit herangeschoben und abgelagert haben. Dazu kommen örtlich lehmige, teils kalkhaltige Schichten, in denen Wasser lange unterwegs ist. Auf seinem Weg löst es aus den feineren Sedimenten Mineralien heraus, besonders Calcium und Magnesium. Genau daraus entsteht der hohe Wert von 24 °dH. Die Nähe zu den Randlagen des Wiehengebirges und zu den Niederungen Richtung Dümmer und Hunte sorgt außerdem für wechselnde Grundwasserströme, die je nach Schicht mehr oder weniger hartes Wasser mitbringen. Im Vergleich zu Orten mit stärkerem Einfluss von Münsterländer Sanden oder zu Teilen des Rheinlandes mit weicherem Talsperrenwasser fällt Stemwede deutlich härter aus. Das Trinkwasser stammt nicht aus einer Talsperre, sondern aus der regionalen Grundwassergewinnung des Wasserbeschaffungsverbands Stemwede. Gefördert wird es aus Tiefbrunnen im Gemeindegebiet und aus nahe gelegenen Gewinnungsbereichen, in denen die wasserführenden Sand- und Kieslagen des Quartärs genutzt werden. Nach der Förderung wird das Wasser aufbereitet und in das Ortsnetz eingespeist. Der Versorger ist damit eng an die örtlichen geologischen Schichten gebunden. Gerade diese Brunnen machen den Unterschied: Das Wasser hat keinen langen Weg durch weiche Mittelgebirge oder große Stauseen, sondern kommt aus dem Grundwasser, das unter den Moränen- und Mergelschichten der Region gespeichert ist. Der hohe Härtegrad spiegelt also direkt den Untergrund von Stemwede wider. Gegenüber Nachbarorten wie Rahden, Espelkamp oder den Gemeinden Richtung Osnabrücker Land wirkt Stemwede mineralischer und schwerer, weil hier die eiszeitlichen Ablagerungen stärker von kalk- und mergelhaltigem Material geprägt sind. Auch im restlichen Nordrhein-Westfalen ist das ein markanter Kontrast. Viele Versorgungsräume im Bergischen Land, im Sauerland oder entlang von Ruhr und Sieg greifen auf weicheres Wasser aus Talsperren, Quellen oder tieferen, anders geprägten Gebirgsgrundwässern zu. Stemwede bleibt dagegen ein Ort des norddeutschen Lockersediments: flache Landschaft, alte Moränenzüge, sandige Böden und ein Trinkwasser, das den geologischen Aufbau der Region unverstellt zeigt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Stemwede

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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