Wasserhärte in Villmar, Marktflecken

PLZ 65606 · Limburg-Weilburg, Hessen

19,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserbeschaffungsverband Limburg

Website

Praktische Tipps bei 19,7 °dH

Spülmaschine

Bei 19,7 °dH in Villmar, Marktflecken: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Villmar, Marktflecken liegt mit 19,7 °dH 4 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Villmar, Marktflecken
19,7
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Villmar, Marktflecken liegt mit 19,7 °dH 5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Villmar, Marktflecken
19,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Runkel 20,4 °dH hart
Brechen 20 °dH hart
Selters (Taunus) 17,6 °dH hart
Limburg a. d. Lahn 17,5 °dH hart
Hünfelden 20,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Villmar, Marktflecken

Der Landkreis Limburg-Weilburg liegt an einer geologisch spannenden Nahtstelle zwischen dem Limburger Becken, dem Taunus und den Ausläufern des Westerwaldes. Hier wechseln Buntsandstein, Ton, Mergel und Kalkstein in kurzer Folge, und genau diese Schichten prägen das Trinkwasser. Kalk- und dolomitführende Gesteine geben auf dem Weg durch den Untergrund viel Calcium und Magnesium ab. Darum fällt das Wasser in Villmar hart aus. Auch die Lahn und ihre Seitentäler markieren diese Landschaft, in der Niederschläge nicht einfach oberflächlich abfließen, sondern in den verkarsteten und klüftigen Untergrund einsickern und dort Mineralien aufnehmen. Villmar liegt zusätzlich in einem Gebiet, das seit Jahrhunderten für seinen Kalkstein bekannt ist; der Villmarer Marmor und die umliegenden karbonatreichen Schichten stehen sinnbildlich für den hohen Kalkgehalt, der sich später im Leitungswasser wiederfindet. Das Wasser in Villmar, Marktflecken stammt aus der regionalen Trinkwasserversorgung des Wasserbeschaffungsverbands Limburg. Versorgt wird der Ort über ein Netz aus Grundwasserbrunnen und Quellfassungen im Lahngebiet und in den angrenzenden Hochlagen, das über Aufbereitung, Speicherung und Druckhaltung in die Ortsteile gelangt. Typisch für diese Region ist, dass kein Fernwasser aus weit entfernten Talsperren den Alltag bestimmt, sondern lokales Wasser aus den wasserführenden Schichten zwischen Lahn, Westerwald und Taunus. Die Nähe zu karbonatreichen Gesteinen sorgt dafür, dass der Härtewert in Villmar mit 19,7 °dH deutlich oberhalb vieler hessischer Mittelwerte liegt. Dort, wo Sandstein oder jüngere, weniger kalkhaltige Böden vorherrschen, etwa in Teilen des Vogelsbergs oder in nördlicheren Bereichen Hessens, ist das Wasser oft weicher. Villmar bleibt damit klar im harten Bereich und hebt sich auch von manchen Nachbarorten im Lahntal ab, die je nach Fördergebiet spürbar andere Härtegrade aufweisen. Gerade dieser Wechsel aus Lahnauen, Kalkrücken und wasserleitenden Klüften macht Villmar besonders. Die Landschaft liefert nicht nur das Material für den berühmten Naturstein, sondern auch die mineralische Prägung des Trinkwassers. Wer in Villmar den Wasserhahn aufdreht, bekommt also ein Produkt der unmittelbaren Umgebung: geprägt von den Gesteinen unter dem Marktflecken, gespeist aus regionalen Brunnen und Quellen, eingebunden in die Wasserversorgung des unteren Lahntals. Zwischen Limburg, Runkel und den Orten des Westerwaldrands zeigt sich so ein sehr eigener hessischer Wassercharakter, der im Vergleich zu weicheren Regionen des Landes deutlich kalkreicher ausfällt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserbeschaffungsverband Limburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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