Wasserhärte in Wachstedt

PLZ 37359 · Eichsfeld, Thüringen

23,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Eichsfelder Kessel

Website

Praktische Tipps bei 23,6 °dH

Spülmaschine

Bei 23,6 °dH in Wachstedt: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Wachstedt liegt mit 23,6 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Wachstedt
23,6
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Wachstedt liegt mit 23,6 °dH 8,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wachstedt
23,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Küllstedt 26,3 °dH hart
Dingelstädt 18,7 °dH hart
Büttstedt 26,1 °dH hart
Heuthen 21,5 °dH hart
Effelder 18,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wachstedt

Wachstedt wird vom Wasserverband Eichsfelder Kessel versorgt, der im Eichsfeld vor allem auf die eigenen Grundwasserfassungen und Quellgebiete im Muschelkalkraum zwischen Dingelstädt, Leinefelde und Heiligenstadt setzt. Das Trinkwasser für den Ort kommt aus tiefen Brunnen und gefassten Quellen im nördlichen Thüringer Beckenrand, wo Kalk- und Dolomitgestein das Wasser auf seinem Weg durch den Untergrund stark mit Calcium und Magnesium anreichern. Gerade diese Gesteinsfolge prägt den hohen Härtewert von 23,6 °dH. Niederschläge versickern in den verkarsteten Schichten, lösen dabei Mineralien aus dem Untergrund und gelangen erst nach langer Fließzeit wieder in die Förderung. Das Netz wird vom Verband über zentrale Aufbereitungs- und Mischanlagen im Versorgungsgebiet zusammengeführt und nach Wachstedt geleitet. Die Versorgung ist damit eng an die Wassergewinnung im Eichsfeld gebunden und nicht an eine entfernte Talsperre. Der harte Charakter des Wassers passt zur Landschaft zwischen Dün, Ohmgebirge und den offenen Hochflächen des Eichsfelds. Hier liegen vor allem Muschelkalk, Gipskeuper und tonige Lagen nebeneinander, dazu kleine Bachläufe wie die Unstrut-Nebenbäche, die das Gelände zwar entwässern, aber keine nennenswerte Entlastung bei der Wasserhärte bringen. Je kalkreicher der Untergrund, desto höher fällt der Härtegrad aus, und genau das zeigt sich in Wachstedt deutlicher als in Orten mit weicherem Wasser aus Sandstein- oder Talsperrengebieten. So bleibt das Wasser hier spürbar härter als in Teilen Südthüringens, wo Oberflächenwasser aus Talsperren oder Quellgebieten mit geringerer Mineralfracht eingesetzt wird. Auch im Vergleich zu manchen Nachbarorten des Eichsfelds liegt Wachstedt am oberen Rand, weil die lokale Geologie den Mineralgehalt stärker prägt als in tiefer gelegenen, stärker gemischten Versorgungsräumen. Der Unterschied zum übrigen Thüringen ist damit vor allem geologisch. Während in den Mittelgebirgen des Landes vielerorts Quellwasser aus Schiefer- und Sandsteinlagen dominiert und daher oft weicher ausfällt, bringt der Eichsfelder Muschelkalk ein deutlich kalkhaltigeres Profil hervor. Wachstedt steht damit typischerweise für die harte Wasserprägung des nordwestlichen Thüringens, die sich von den weicheren Versorgungsgebieten an Werra, Saale oder im Thüringer Wald klar absetzt. Der Ort bezieht sein Wasser also aus der eigenen Region, aus dem Untergrund des Eichsfelds selbst, und genau dort liegt der Grund für den Wert von 23,6 °dH.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Eichsfelder Kessel

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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