Wasserhärte in Weißenborn

PLZ 37299 · Werra-Meißner-Kreis, Hessen

22,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Meißner-Verbandswasserwerk

Website

Praktische Tipps bei 22,5 °dH

Spülmaschine

Bei 22,5 °dH in Weißenborn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Weißenborn liegt mit 22,5 °dH 6,8 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Weißenborn
22,5
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Weißenborn liegt mit 22,5 °dH 7,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Weißenborn
22,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ringgau 18,5 °dH hart
Eschwege 23,1 °dH hart
Treffurt 22 °dH hart
Wanfried 25,3 °dH hart
Wehretal 17,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Weißenborn

Unter Weißenborn liegt kein junges Lockersedimentfeld, sondern der feste Untergrund des Werra-Meißner-Landes: Buntsandstein, dazu stellenweise tonige Mergel und sandige Verwitterungsdecken aus den Schichten des Muschelkalkrandes. Diese Gesteine sind im Zeitalter der Trias entstanden, als hier einmal Meeresbecken, Flussablagerungen und Trockenräume wechselten. Später wurden sie durch Hebungen, Brüche und die Erosion von Werra und Nebenbächen freigelegt. Genau dort liegt der Grund für den harten Charakter des Wassers. Regen versickert durch Kalk- und Dolomitanteile in den Schichten, nimmt Calcium und Magnesium auf und erreicht die Brunnen schon mineralisch angereichert. Mit 22,5 °dH liegt Weißenborn deutlich über vielen hessischen Orten, die von weicheren Mittelgebirgswässern oder gemischten Fernwassersystemen profitieren. Hier prägt die Geologie den Geschmack und die Härte viel stärker als in den tieferen Sand- und Basaltgebieten des Landes. Das Trinkwasser kommt aus lokalen Gewinnungsanlagen des Zweckverbands Trinkwasserversorgung Werra-Meißner, gespeist aus Brunnen im näheren Umfeld des Gemeindegebiets und aus Verbundsystemen des Kreisnetzes. Typisch für die Versorgung im Werra-Meißner-Kreis ist die Nutzung von Grundwasser aus gut geschützten Fassungen statt großer Talsperren. Die Wasserfassung sitzt damit direkt in einer Landschaft, die von Muschelkalk- und Buntsandsteinzügen, kleinen Quellmulden und durchsickernden Hangbereichen geformt ist. Werra, Sontra und die kleinen Bachtäler der Umgebung bestimmen den Wasserhaushalt, doch das Trinkwasser selbst stammt nicht aus dem Fluss, sondern aus dem unterirdischen Speichergestein. Genau darin liegt der Unterschied zu Orten im hessischen Süden oder an der Lahn, wo häufig weichere, stärker gemischte Wässer ankommen. Weißenborn bezieht ein Wasser, das auf kurzem Weg aus dem eigenen Naturraum kommt und deshalb härter ausfällt als in vielen Nachbargemeinden mit stärker verdünnten Quellen oder aufbereiteten Mischwässern. Im direkten Vergleich mit den Orten ringsum zeigt sich der regionale Fingerabdruck besonders klar. Richtung Eschwege, Wanfried oder die Orte an den breiteren Talzügen der Werra sind die Versorgungswege oft länger, teils mit Mischwasser aus mehreren Fassungen. Weißenborn bleibt näher an seinen eigenen Gesteinen. Das Wasser trägt die Handschrift des Untergrunds, nicht die eines Fernverbunds. So entsteht ein Trinkwasser, das den Charakter des nördlichen Werra-Meißner-Kreises unverstellt zeigt: kalk- und mineralreich, vom Muschelkalkrand und den sandigen Deckschichten geprägt, gewonnen aus regionalen Brunnen und nicht aus großen Speicheranlagen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Meißner-Verbandswasserwerk

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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