Wasserhärte in Aidlingen

PLZ 71134 · Böblingen, Baden-Württemberg

15,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinde Aidlingen

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Praktische Tipps bei 15,5 °dH

Spülmaschine

Bei 15,5 °dH in Aidlingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Aidlingen liegt mit 15,5 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Aidlingen
15,5
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Aidlingen liegt mit 15,5 °dH 0,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Aidlingen
15,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gärtringen 18,6 °dH hart
Ehningen 14,1 °dH hart
Grafenau 14,1 °dH hart
Gechingen 9,2 °dH mittel
Nufringen 15,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Aidlingen

15,5 °dH prägen Aidlingen, weil hier im Heckengäu kein weiches Oberflächenwasser dominiert, sondern mineralreiches Grundwasser aus Kalk- und Mergelschichten. Der Untergrund gehört zum Muschelkalk und zu den darüberliegenden Schichten des Keupers; beides gibt beim langsamen Versickern Calcium und Magnesium an das Wasser ab. Das Wasser nimmt seinen Weg durch die Hochflächen zwischen Würm, Aich und Würm-Nebenbächen, gespeist von Niederschlägen auf den Feldern und den bewaldeten Kuppen um Aidlingen, Dachtel und Deufringen. Genau dieser geologische Aufbau sorgt für den harten Charakter, der sich deutlich von Orten unterscheidet, die stärker von Talwasser oder von tieferen, anders geschichteten Grundwasserleitern versorgt werden. Im Landkreis Böblingen liegt Aidlingen damit im oberen Bereich der Härtewerte, während manche Nachbarorte mit Mischwasser aus anderen Fördergebieten etwas milder ausfallen. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands der Bodenseewasserversorgung, ergänzt durch örtliche Förderanlagen und gespeicherte Mischmengen aus dem regionalen Verbund. Zuständig ist in Aidlingen die Gemeinde über die örtliche Wasserversorgung, die das Wasser aus dem Verbundnetz in die Ortsteile und Hochbehälter einspeist. Der Bodenseezulauf bringt zwar von Haus aus sehr weiches Rohwasser mit, doch im Verbund und auf dem Weg über die regionalen Einspeisepunkte mischt sich dieses mit mineralreicherem Wasser aus den Gewinnungsgebieten im Umland. So entsteht der gemessene Wert, der nicht von einem einzigen Brunnen abhängt, sondern von der Kombination aus Verbundwasser und lokaler Einspeisung. Das macht Aidlingen trinkwasserseitig anders als viele Orte im Gäu, die direkt auf einzelne Tiefbrunnen setzen, und anders als Städte im Albvorland, wo Kalkgestein den Härtegrad oft noch stärker anhebt. Der Vergleich mit den Nachbarn zeigt das gut: Richtung Sindelfingen, Böblingen und Gärtringen wechseln sich Verbundlösungen und regionale Eigenförderung ab, während im Nagoldtal und an den Hängen zum Schwarzwald häufig andere Quell- und Grundwasserverhältnisse vorherrschen. Aidlingen liegt genau an der Schnittstelle zwischen Gäuhochfläche und den Tälern der Würm und ihrer Zuflüsse. Darum bleibt das Wasser härter als in Teilen des nördlichen Schwarzwalds, aber meist nicht so extrem wie in einzelnen kalkreichen Hochlagen der Schwäbischen Alb. Der Wert ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis aus Muschelkalkboden, örtlicher Grundwasserbildung und der Einbindung in ein regionales Versorgungsnetz, das Aidlingen mit mehreren Quellen seiner Umgebung verbindet.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Aidlingen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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