Wasserhärte in Gärtringen

PLZ 71116 · Böblingen, Baden-Württemberg

18,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Gemeinde Gärtringen

Website

Praktische Tipps bei 18,6 °dH

Spülmaschine

Bei 18,6 °dH in Gärtringen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Gärtringen liegt mit 18,6 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Gärtringen
18,6
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Gärtringen liegt mit 18,6 °dH 3,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gärtringen
18,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Nufringen 15,3 °dH hart
Ehningen 14,1 °dH hart
Aidlingen 15,5 °dH hart
Hildrizhausen 18 °dH hart
Herrenberg 9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Gärtringen

Die Gemeinde Gärtringen bezieht ihr Trinkwasser über den Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe, der im Landkreis Böblingen und im Raum Herrenberg, Gärtringen und Nufringen die Versorgung bündelt. Das Wasser stammt nicht aus einem einzigen Ort, sondern aus einem Verbund von Gewinnungsanlagen im Schönbuch und aus angrenzenden Quell- und Brunnengebieten südlich von Stuttgart. Entscheidend sind dort die wasserführenden Schichten aus Muschelkalk, Keuper und den Schottern der Täler, die Grundwasser speichern und an mehreren Fassungen gefasst werden. Ergänzend fließt aufbereitetes Wasser aus dem regionalen Verbund zu, damit die Versorgung auch in trockenen Phasen stabil bleibt. Der Versorger liefert damit ein Mischwasser, das den Ort zuverlässig aus eigenen Fassungen und überregionaleinbindungen erreicht. Die Härte von 18,6 °dH hat ihren Grund in der Geologie des Gäus. Zwischen Schwarzwaldrand und Schönbuch liegt Gärtringen auf Böden, die viel Kalk aus dem Untergrund lösen. Kalkreiche Schichten aus Muschelkalk und Mergel geben dem Wasser Calcium und Magnesium mit auf den Weg. Auch die Niederungen der Würm und die kleineren Bäche im Umfeld tragen dazu bei, weil Niederschlagswasser auf seinem Weg durch den Untergrund Mineralien aufnimmt. Darum fällt das Wasser hier deutlich härter aus als in Gegenden mit granitischem oder sandigem Untergrund. Der Unterschied ist im Landkreis Böblingen gut zu sehen: Orte näher am kristallinen Schwarzwaldvorland oder mit stärkerem Anteil an weichem Mischwasser liegen oft niedriger, während Gärtringen mit seinem kalkreichen Gäuboden klar im harten Bereich liegt. Gegenüber vielen Teilen Baden-Württembergs, etwa in den weicheren Wasserräumen am Oberrhein oder in Schwarzwaldtälern, wirkt das Gärtringer Wasser mineralischer und deutlich kräftiger. Gerade diese Lage zwischen den Hängen des Schönbuchs und den offenen Flächen des Heckengäus macht den Ort wasserwirtschaftlich besonders. Die Versorgung stützt sich auf lokale Gewinnung und regionale Verbünde, nicht auf weit entfernte Großspeicher. Das unterscheidet Gärtringen auch von Nachbarorten wie Nufringen, Aidlingen oder Herrenberg, wo die Anteile aus einzelnen Quellen, Brunnen und Verbundleitungen anders gemischt sind. In Gärtringen prägt der kalkreiche Untergrund den Charakter des Wassers spürbar stärker als in manchen Orten der Umgebung. Wer hier Wasser aus dem Hahn nimmt, bekommt ein Produkt der Landschaft selbst: aus dem Grundwasser unter dem Gäu, aus den Fassungen des Schönbuchraums und aus dem Netz des Ammertal-Schönbuchgruppe-Zweckverbands.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Gärtringen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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