Wasserhärte in Atzelgift

PLZ 57629 · Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

8,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen

Website

Praktische Tipps bei 8,9 °dH

Spülmaschine

Bei 8,9 °dH in Atzelgift: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Atzelgift liegt mit 8,9 °dH 4,4 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Atzelgift
8,9
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Atzelgift liegt mit 8,9 °dH 5,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Atzelgift
8,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Luckenbach 8,9 °dH mittel
Streithausen 8,9 °dH mittel
Nister 8,9 °dH mittel
Malberg 10,7 °dH mittel
Rosenheim (Landkreis Altenkirchen) 8,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Atzelgift

Unter Atzelgift liegen vor allem devonische Schiefer, Grauwacken und quarzitische Sandsteine des Rheinischen Schiefergebirges. Diese harten Gesteine wurden nicht als junge Ablagerung hier abgesetzt, sondern in sehr alten Meeresräumen gebildet, später gefaltet, angehoben und über Millionen Jahre von Regen, Frost und den Bächen des Westerwaldes zerschnitten. Auf den Hängen liegt darüber meist eine dünne Decke aus verwittertem Lehm und sandigem Boden. Kalk spielt hier kaum eine Rolle, deshalb steigt die Härte nicht in den hohen Bereich. Die 8,9 °dH passen zu einem Wasser, das auf seinem Weg durch Klüfte und Lockersedimente nur mäßig Mineralstoffe aufnimmt. Der kleine Einzugsraum zwischen den Tälern von Nister und den Nebenbächen des Gebiets liefert kein stark kalkgesättigtes Wasser wie in Regionen mit Muschelkalk oder mächtigen Lössdecken. Atzelgift liegt damit geologisch klar im schiefergeprägten Westerwald und nicht in einer Landschaft mit großen Kalkspeichern. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Kreis Altenkirchen, der den Ort über regionale Brunnen und Quellfassungen im nördlichen Westerwald versorgt. Die Rohwassergewinnung stützt sich hier auf tiefere Grundwasserleiter in Klüften von Schiefer und Sandstein sowie auf ergiebige Quellen aus den bewaldeten Hochlagen, die nach Regen und Schneeschmelze rasch anspringen. Von dort gelangt das Wasser über Aufbereitung und Druckleitungen in die Ortsnetze. Die Härte von 8,9 °dH zeigt dabei einen Mittelweg zwischen sehr weichem Mittelgebirgswasser und deutlich kalkreicherem Wasser aus Gegenden mit mächtigeren Mergel- oder Kalkschichten. Gerade die Nähe zu den Quellgebieten des Westerwaldes sorgt dafür, dass das Wasser mineralisch geprägt, aber nicht schwer ist. Flüsse wie die Nister und ihre Zuflüsse formen das Einzugsgebiet mit, weil sie Niederschläge sammeln, abführen und damit die Grundwasserneubildung steuern. Im Vergleich zu Nachbarorten im Westerwaldkreis wirkt Atzelgift weder besonders weich noch auffallend hart. Orte mit stärker kalkhaltigen Untergründen oder mit Fremdwasser aus größeren Fernleitungen liegen oft höher im Härtebereich, während rein schiefer- und quarzitgeprägte Quellorte teils noch niedrigere Werte erreichen. Gegenüber vielen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, vor allem im Rheingraben mit seinen Löss- und Kalkanteilen, bleibt Atzelgift spürbar moderater. Der Ort steht damit typisch für den oberen Westerwald: wenig Kalk im Untergrund, viel Wald, kurze Wege vom Niederschlag in die Quelle und ein Wasser, das aus der lokalen Geologie lesbar bleibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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