Wasserhärte in Rheinland-Pfalz
Durchschnittliche Wasserhärte:
13,3 °dH
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Landkreise in Rheinland-Pfalz
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Größte Städte in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz ist von der Natur her ein Land der Gegensätze: Weinreben an Steilhängen, tiefe Flusstäler, dichte Wälder. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Trinkwasser wider. Mit einem Landesdurchschnitt von etwa 13,3 Grad deutscher Härte liegt Rheinland-Pfalz unter dem Bundesdurchschnitt, zählt also tendenziell zu den weicheren Bundesländern. Gleichzeitig gibt es vereinzelte Regionen mit über 30 Grad Härte — und das weichste gemessene Wasser reicht mit 1,01 Grad fast an destilliertes Wasser heran.
Die Eifel im Norden und Westen des Landes ist geologisch betrachtet ein altes Mittelgebirge aus devonischen Schiefer- und Sandsteinformationen. Wasser, das hier versickert, kommt durch Schichten, aus denen sich kaum Kalk löst. Die Ergebnisse sind Härtewerte, die in manchen Gemeinden kaum über 3 bis 5 Grad klettern. Ähnliches gilt für den Hunsrück, der ebenfalls auf altem, wenig kalkhaltigem Grundgestein ruht. Hier entwässert die Mosel, die von Koblenz aus den Rhein speist — ein Fluss, der oft sehr weiches Wasser führt.
Der Pfälzerwald, als größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands, hat ebenfalls eher weiches Wasser. Der Buntsandstein, der hier den Untergrund bildet, gibt wenig Mineralstoffe ab. Ortschaften im Westrich und rund um Kaiserslautern liegen oft im Bereich von 6 bis 12 Grad.
Die kalkreichsten Regionen finden sich im Nordosten des Landes, am Übergang zum Rheinischen Schiefergebirge und in Teilen des Naheberglands. Hier stoßen die Grundwasserleiter auf kalkhaltigere Formationen, und auch der Lössboden der Rheinhessischen Ebene trägt zu höheren Härtewerten bei. Rund um Mainz, Worms und Alzey können Werte von 20 bis 30 Grad vorkommen.
Für die 2.300 Orte im Land bedeutet das eine sehr heterogene Versorgungssituation. Direkt benachbarte Gemeinden können durch unterschiedliche Wasserwerke versorgt werden und trotzdem völlig verschiedene Härtewerte aufweisen. Wer Wein produziert, kennt diese Feinheiten der regionalen Geologie oft genauer als die Härte seines Trinkwassers — dabei sind die Zusammenhänge dieselben.
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