Wasserhärte in Bad Wilsnack

PLZ 19336 · Prignitz, Brandenburg

17,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband Pritzwalk

Website

Praktische Tipps bei 17,3 °dH

Spülmaschine

Bei 17,3 °dH in Bad Wilsnack: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Bad Wilsnack liegt mit 17,3 °dH 0,9 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Bad Wilsnack
17,3
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Bad Wilsnack liegt mit 17,3 °dH 2,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bad Wilsnack
17,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Plattenburg 14,4 °dH hart
Legde/Quitzöbel 18,1 °dH hart
Rühstädt 15,8 °dH hart
Werben (Elbe) 18,1 °dH hart
Breese 14,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bad Wilsnack

Unter Bad Wilsnack liegt ein eiszeitlich geprägter Untergrund aus Sanden, Kiesen, Geschiebemergel und örtlich auch kalkhaltigen Lagen, die die Gletscher aus Skandinavien herangeschoben und wieder abgelagert haben. Die Prignitz ist kein Kalkland, doch die Grundwasserleiter sitzen hier in mächtigen Schmelzwassersanden. Auf dem Weg durch diese Schichten löst das Wasser Mineralien aus dem Sand, aus Mergelresten und aus karbonatischen Einschaltungen im Geschiebelehm. Genau daraus wächst die Härte von 17,3 °dH. Die Niederungen von Stepenitz und Elbe prägen zusätzlich die Grundwasserbildung. In den feinen Auen- und Geschiebesanden bleibt das Wasser lange im Kontakt mit dem Untergrund und nimmt dabei Calcium und Magnesium auf. Deshalb fällt der Härtewert in Bad Wilsnack deutlich höher aus als in reinen Sandgebieten mit sehr weichem Wasser, wie sie in Teilen Brandenburgs weiter südlich oder östlich häufiger vorkommen. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Wasserverbandes Prignitz. Versorgt wird Bad Wilsnack aus regionalen Brunnen im Verbandsgebiet, die auf das oberflächennahe bis mitteltiefe Grundwasser der eiszeitlichen Sand- und Kieskörper zugreifen. Solche Fassungen nutzen keine Talsperre und keine Fernleitung, sondern das Wasser, das unter der Prignitz natürlich gespeichert ist. Vor der Einspeisung wird es aufbereitet und ins Ortsnetz von Bad Wilsnack gedrückt. Der Standort zwischen Wittenberge, Kyritz und den Elbniederungen macht die Versorgung stark regional. Das Wasser stammt also aus dem gleichen Landschaftsraum, der die Böden hier formt: aus den glazialen Sanden, dem Geschiebemergel und den grundwasserführenden Talfüllungen. Bad Wilsnack liegt damit deutlich über vielen Orten im brandenburgischen Sandland, wo sehr weiches Wasser aus fast reinen Sanden dominiert. Nachbarorte in der Prignitz können je nach Brunnenfeld spürbar andere Werte haben, doch die Mischung aus eiszeitlichen Ablagerungen, Auenkontakt und karbonathaltigen Schichten hält den Härtegrad hier hart. Das Wasser ist also ein Produkt der Landschaft selbst. Nicht ein fremdes Einzugsgebiet liefert es, sondern der geologische Aufbau der Prignitz. Gerade das unterscheidet Bad Wilsnack von Orten, deren Trinkwasser aus tieferen, stärker abgeschirmten Grundwasserstockwerken kommt und deshalb oft weicher bleibt. Hier bestimmt die junge Eiszeit bis heute den Geschmack und die Zusammensetzung aus dem Hahn.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband Pritzwalk

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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