Wasserhärte in Beldorf

PLZ 25557 · Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein

9,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinde Nienborstel

Website

Praktische Tipps bei 9,8 °dH

Spülmaschine

Bei 9,8 °dH in Beldorf: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Beldorf liegt mit 9,8 °dH 4,1 °dH unter dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Beldorf
9,8
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Beldorf liegt mit 9,8 °dH 4,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Beldorf
9,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Steenfeld 10,8 °dH mittel
Wennbüttel 9,8 °dH mittel
Hanerau-Hademarschen 10,8 °dH mittel
Bunsoh 11 °dH mittel
Offenbüttel 10,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Beldorf

Unter Beldorf liegt kein Kalksockel, sondern das norddeutsche Eiszeiterbe aus Geschiebemergel, Sanden und Kiesen. Diese Schichten wurden von den Gletschern der letzten Eiszeiten herangeschoben und abgelagert, als das Eis aus Skandinavien nach Schleswig-Holstein vorstieß und beim Abschmelzen Moränenhügel, Grundmoränen und sandige Ablagerungen hinterließ. Südwestlich des Ortes prägen die Niederungen von Haaler Au und Eider das Bild, dazu kommen durchlässige Sandlagen und stellenweise kalkhaltige Bestandteile aus den Moränen. Genau daraus ergibt sich die Wasserhärte von 9,8 °dH: nicht extrem weich wie in manchen Küstenbereichen mit reinem Sanduntergrund, aber auch nicht so hart wie dort, wo mächtigere kalkreiche Schichten das Grundwasser stärker anreichern. Beldorf liegt damit in einem Übergangsraum des Kreises Rendsburg-Eckernförde, in dem Grundwasser aus den eiszeitlichen Ablagerungen mehr Mineralstoffe mitnimmt als in den sehr sandigen Geestgebieten, aber weniger als in kalkreicheren Regionen weiter südlich und östlich. Das Trinkwasser für Beldorf stammt aus dem öffentlichen Verbund des Wasserbeschaffungsverbandes Rendsburg-Eckernförde. Versorgt wird der Ort aus regionalen Grundwasserbrunnen im Versorgungsgebiet des Verbandes, nicht aus einer Talsperre und nicht aus entfernten Fernleitungen. Gefördert wird hier Wasser aus tiefen, geschützten Aquiferen unter den eiszeitlichen Sedimenten, das nach der Aufbereitung ins Netz gelangt. Die Lage zwischen den Niederungen der Eider und den sandig-moränischen Flächen des Hinterlands ist entscheidend: Regenwasser versickert vergleichsweise rasch in die durchlässigen Böden, löst unterwegs Mineralien aus Sand, Mergel und Moränenmaterial und speist so ein Grundwasser, das mittelhart ausfällt. Beldorf steht damit näher an der wassergeologischen Mitte des Kreises als an den Extremwerten der Küste oder der stärker kalkgeprägten Landesteile. Verglichen mit vielen Orten an der Westküste ist Beldorf etwas mineralreicher im Wasser, weil das Untergrundmuster hier nicht nur aus lockerem Dünensand besteht, sondern aus einer Mischung von Moräne, Sand und eiszeitlichen Ablagerungen im Eiderraum. Gegenüber Gemeinden mit stärkerem Geestanteil wirkt das Wasser etwas härter, gegenüber Orten mit kalkarmen, sehr jungen Sanden etwas kräftiger im Geschmack. Der Unterschied zu Nachbarorten entsteht also nicht durch große Entfernungen, sondern durch kleine Verschiebungen im Untergrund: mal mehr Geschiebemergel, mal mehr Sand, mal der Einfluss der Niederungen von Eider und Haaler Au. Beldorf liegt genau in dieser geologischen Übergangszone, und die 9,8 °dH spiegeln das deutlich wider.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Nienborstel

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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