Wasserhärte in Bürgstadt

PLZ 63927 · Miltenberg, Bayern

8,2 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Bürgstadter Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 8,2 °dH

Spülmaschine

Bei 8,2 °dH in Bürgstadt reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Bürgstadt liegt mit 8,2 °dH 9,1 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Bürgstadt
8,2
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Bürgstadt liegt mit 8,2 °dH 6,5 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bürgstadt
8,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Miltenberg, St 8,2 °dH weich
Großheubach 8,2 °dH weich
Kleinheubach 8,1 °dH weich
Freudenberg 23 °dH hart
Eichenbühl 8,3 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Bürgstadt

8,2 °dH prägen Bürgstadts Trinkwasser als weich bis mittelhart, und dieser Wert passt zur Geologie des unteren Maintals. Der Ort liegt am Übergang von den Buntsandsteinzügen des Odenwaldes zu den löss- und muschelkalkgeprägten Bereichen Richtung Mainviereck. Sandstein liefert nur wenig gelöste Mineralien, weil er kaum Kalk freisetzt; genau deshalb bleibt das Wasser mineralisch zurückhaltender als in vielen fränkischen Orten mit starkem Muschelkalk im Untergrund. Der Main selbst steht hier nicht als Trinkwasserquelle, aber sein Tal formt die Grundwasserleiter, aus denen die Versorgung gespeist wird. Niederschläge versickern in den lockeren Talfüllungen und im Sandsteinverwitterungsmaterial, werden dort gefiltert und gelangen als Grundwasser wieder an die Oberfläche oder in Förderbrunnen. Die geologische Linie zwischen Bürgstadt, Miltenberg und den höheren Lagen am Odenwaldrand sorgt so für ein Wasser, das deutlich weniger Kalk mitführt als in weiten Teilen Unterfrankens. Während Orte weiter südlich und östlich oft deutlich härteres Wasser aus Muschelkalk oder keupergeprägten Schichten erhalten, bleibt Bürgstadt im weichen Bereich. Selbst innerhalb des Landkreises Miltenberg zeigen sich dadurch spürbare Unterschiede, weil Talorte mit sandsteinnahem Grundwasser anders versorgt werden als Gemeinden auf kalkreichen Höhen. Die lokale Wasserversorgung erfolgt über das Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Bürgstadter Gruppe mit eigenen Brunnen und Quellen aus dem Umfeld des Maintals und des Odenwaldrands; das Rohwasser wird gefasst, aufbereitet und in das Ortsnetz eingespeist. So landet kein Fernwasser aus einer Talsperre im Hahn, sondern Wasser aus der unmittelbaren Region, geprägt von Boden, Gestein und Niederschlag vor Ort. Gegenüber Nachbarorten fällt Bürgstadt damit als eher weicher Standort auf. Miltenberg am Main und die Orte im weiteren Maintal bewegen sich zwar ebenfalls im Einfluss des Sandsteinlands, doch schon wenige Kilometer Richtung kalkreicherer Bereiche ändern sich die Härtewerte merklich. Im Vergleich zu vielen Gemeinden in Bayern, besonders in den Muschelkalk- und Alpenvorlandgebieten, bleibt Bürgstadt deutlich unter den hohen Härtegraden, die dort durch kalkreiche Schichten entstehen. Der Ort profitiert von seinem Standort am Rand des Odenwaldes: genug Gestein für eine sichere Grundwasserneubildung, aber nicht so viel Kalk, dass das Wasser hart ausfällt. Das macht Bürgstadt im Landkreis Miltenberg zu einem typischen Beispiel für das sandsteingeprägte Unterfranken, in dem der Untergrund direkt im Glas mitspielt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Bürgstadter Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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