Wasserhärte in Eichstedt (Altmark)

PLZ 39596 · Stendal, Sachsen-Anhalt

15,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Stendal-Osterburg

Website

Praktische Tipps bei 15,3 °dH

Spülmaschine

Bei 15,3 °dH in Eichstedt (Altmark): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Eichstedt (Altmark) liegt mit 15,3 °dH 6,3 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Eichstedt (Altmark)
15,3
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Eichstedt (Altmark) liegt mit 15,3 °dH 0,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Eichstedt (Altmark)
15,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Goldbeck 17,7 °dH hart
Hassel 17,7 °dH hart
Stendal 15,3 °dH hart
Hohenberg-Krusemark 16,9 °dH hart
Rochau 15,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Eichstedt (Altmark)

Der Landkreis Stendal liegt am Nordrand der Altmark, einer Landschaft, die von Eiszeiten geprägt wurde. Unter den Feldern bei Eichstedt lagern eiszeitliche Sande, Geschiebelehme und glaziale Ablagerungen, die das Regenwasser nur langsam filtern. Darunter folgen in vielen Bereichen ältere Schichten mit Kalk und Mergel aus der Kreidezeit. Genau diese Mischung aus sandigen Deckschichten und karbonathaltigem Untergrund sorgt dafür, dass sich Calcium und Magnesium im Wasser anreichern. Auch die flachen Niederungen von Uchte, Biese und Elbe haben das Grundwasser hier über lange Zeit mineralisch beeinflusst. Deshalb erreicht Eichstedt mit 15,3 °dH einen klar harten Wert, der für die Altmark typisch ist, aber im direkten Vergleich schon am oberen Rand liegt. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlich erschlossenen Grundwasserbrunnen des zuständigen Versorgers, der sich auf die Altmark und den Raum Stendal stützt. Zuständig ist die Trinkwasserversorgung im Verbund des Wasserverbandes Stendal-Osterburg. Das Wasser wird aus tieferen Grundwasserleitern gefördert, aufbereitet und über das Netz in Eichstedt eingespeist. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Quellort, sondern das regionale Brunnenfeld, das die Wasserqualität des nördlichen Sachsen-Anhalts prägt. Die Nähe zu den Niederungen und die langen Fließwege durch kalk- und mineralreiche Sedimente erklären, warum das Wasser hier deutlich härter ausfällt als reines Oberflächenwasser aus Speichern oder Flüssen. Eichstedt unterscheidet sich damit spürbar von Orten, die näher an der Elbe oder an großflächigen Wasserwerken mit stärker gemischten Rohwässern liegen. Im südlicheren Sachsen-Anhalt, etwa in Gegenden mit mehr Buntsandstein, Harzrand oder gespeistem Fernwasser, sind die Härtewerte oft niedriger oder schwanken stärker. Auch innerhalb des Landkreises Stendal zeigt sich ein Muster: Je stärker der Untergrund von sandigen, aber zugleich kalkführenden Eiszeitablagerungen geprägt ist, desto härter fällt das Wasser aus. Eichstedt steht damit für eine typische Altmark-Kombination aus flachem Relief, alten Grundwasserleitern und mineralreichen Sedimenten. Das Wasser trägt hier die Handschrift des Bodens unter der Landschaft, nicht die eines entfernten Speichers.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Stendal-Osterburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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