Wasserhärte in Erkrath, Fundort des Neanderthalers

PLZ 40699 · Mettmann, Nordrhein-Westfalen

15,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Erkrath

Website

Praktische Tipps bei 15,5 °dH

Spülmaschine

Bei 15,5 °dH in Erkrath, Fundort des Neanderthalers: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Erkrath, Fundort des Neanderthalers liegt mit 15,5 °dH 1,1 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Erkrath, Fundort des Neanderthalers
15,5
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Erkrath, Fundort des Neanderthalers liegt mit 15,5 °dH 0,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Erkrath, Fundort des Neanderthalers
15,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hilden 14,3 °dH mittel
Mettmann 14,2 °dH mittel
Haan 13,5 °dH mittel
Düsseldorf 14 °dH mittel
Ratingen 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Erkrath, Fundort des Neanderthalers

Unter Erkrath liegt ein Mosaik aus Rheinkies, Sanden, tonigen Mergeln und älteren Kalk- und Schieferlagen des Bergischen Landes. Diese Schichten wurden nicht hier gebildet, sondern vom Rhein, von Schmelzwassern der Eiszeit und von der langen Hebung und Zerlegung des Rheinischen Schiefergebirges herangetragen, umgelagert und wieder freigelegt. Im Neandertal schneiden Düssel und kleine Zuflüsse durch das Gestein, lösen im Untergrund Kalkbestandteile an und führen zugleich Wasser durch lockere Böden, die kaum filtern. Genau dort liegt der Grund für den Härtewert von 15,5 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch kalk- und mergelhaltige Horizonte viel Calcium und Magnesium auf. Der harte Charakter passt zu einem Ort am Rand des Bergischen, nicht zu einer reinen Sandlandschaft wie weiter westlich am Niederrhein. Das Trinkwasser von Erkrath kommt aus dem Netz der Stadtwerke Erkrath, gespeist vor allem aus dem Wasserwerk Am Kopernikus in Erkrath-Unterfeldhaus und aus dem Verbund mit der Stadtwerke Düsseldorf AG. Für die Mischung werden aufbereitetes Rheinwasser und Grundwasser aus dem Düsseldorfer und Erkrather Raum genutzt, also Wasser aus Brunnenfeldern und Uferfiltrat, das zuvor durch Kies und Sand am Flussrand gesickert ist. Diese Herkunft prägt den Geschmack und erklärt auch den kräftigeren Härtebereich. Anders als in vielen Orten des Ruhrgebiets mit weicherem Talsperrenwasser oder in Teilen des Münsterlands mit noch kalkreicherem Grundwasser liegt Erkrath in einer Übergangszone: nah am kalkigen Neandertal, aber zugleich eng an das großstädtische Verbundsystem von Düsseldorf angeschlossen. Der Vergleich mit den Nachbarn fällt deutlich aus. Hilden, Mettmann und Düsseldorf beziehen ihr Wasser ebenfalls aus dem dicht vernetzten Versorgungsraum am Rhein, doch Erkrath spürt die geologische Kante zum Bergischen stärker als die flachen Rheinauen westlich davon. Nach Osten hin steigen die Hänge des Neandertals an, dort treten Mergel und Kalkmergel stärker hervor, während Richtung Unterfeldhaus und zum Düsseldorfer Osten die quartären Sande und Kiese dominieren. Diese Lage zwischen Tal und Hochfläche macht Erkrath zu einem Ort mit hartem, mineralreichem Trinkwasser, das weder wie reines Quellwasser aus den Mittelgebirgen noch wie streng aufbereitetes Fernwasser wirkt. Es ist lokales Rheinland in Trinkform: von der Eiszeit geformt, vom Fluss geprägt und vom Versorger im Verbund bereitgestellt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Erkrath

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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