Wasserhärte in Feldkirchen

PLZ 94351 · Straubing-Bogen, Bayern

14,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Straubing Land

Website

Praktische Tipps bei 14,7 °dH

Spülmaschine

Bei 14,7 °dH in Feldkirchen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Feldkirchen liegt mit 14,7 °dH 2,6 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Feldkirchen
14,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Feldkirchen liegt mit 14,7 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Feldkirchen
14,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Salching 18 °dH hart
Straubing 18 °dH hart
Leiblfing 16,6 °dH hart
Aiterhofen 15,6 °dH hart
Atting 15,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Feldkirchen

Unter Feldkirchen liegen keine jungen Kalkfelsen, sondern Lockersedimente aus der Donauniederung und dem tertiären Hügelland. Kies, Sand, Schluff und lehmiger Mergel wurden hier von der Donau und ihren Seitenbächen abgelagert, später von eiszeitlichen Schmelzwassern umgelagert und teils mit feinem Material aus der Gäulandschaft überdeckt. In solchen Schichten fließt Wasser lange durch kalkhaltige Körner und bindet dabei Calcium und Magnesium. Zusammen mit den karbonatreichen Zufuhrgebieten im unteren Bayerischen Wald und im Vorland der Isar bestimmt das den Härtewert von 14,7 °dH. Hartes Wasser ist hier kein Zufall, sondern ein Spiegel des Untergrunds, der in Richtung Straubing und Donau immer stärker von mineralreichen Sedimenten geprägt wird. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Irlbachgruppe. Er speist Feldkirchen aus Tiefbrunnen im Donauraum und aus Brunnen in den kiesigen Grundwasserleitern des Umlands, wo die Wasserstände von Donau, Aiterach und den kleineren Gräben im Gäuboden mitbeeinflusst werden. Diese Brunnen liefern kein Oberflächenwasser aus einer Talsperre, sondern Grundwasser aus sandigen und kiesigen Schichten, die gut filtrieren, aber auch viel Kalk aus dem Untergrund mitnehmen. Gerade deshalb liegt Feldkirchen spürbar über vielen Orten im Bayerischen Wald, wo weicheres Quellwasser aus silikatischen Gesteinen dominiert, und oft auch über Gemeinden näher an reinen Sandstandorten. Der Kontrast zum Westen des Landkreises Straubing-Bogen ist deutlich: Dort, wo die Donauaue und das Vorland den Ton angeben, steigt die Härte rasch an; auf den kristallinen Höhen bleibt sie niedriger. Feldkirchen steht damit zwischen zwei Welten. Nachbarorte mit stärkerem Einfluss von Wald- und Granituntergrund bekommen oft weicheres Wasser, während Orte in den fruchtbaren Niederungen des Gäubodens ähnlich mineralreich versorgt werden. Der Ort profitiert von der Lage am Rand des Donautals, aber genau dieser geologische Vorteil bringt auch den harten Charakter ins Glas. Das Wasser trägt die Handschrift der Schotter, Sande und Mergel, die seit der Eiszeit hier liegen. Wer im Landkreis Straubing-Bogen die Unterschiede verfolgt, erkennt schnell: Feldkirchen gehört nicht zu den weichen Ausnahmen, sondern zu den Orten, deren Trinkwasser direkt aus dem kalkreichen Untergrund des niederbayerischen Vorlands kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Straubing Land

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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