Wasserhärte in Fichtenhöhe

PLZ 15306 · Märkisch-Oderland, Brandenburg

20,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland

Website

Praktische Tipps bei 20,8 °dH

Spülmaschine

Bei 20,8 °dH in Fichtenhöhe: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Fichtenhöhe liegt mit 20,8 °dH 4,4 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Fichtenhöhe
20,8
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Fichtenhöhe liegt mit 20,8 °dH 6,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Fichtenhöhe
20,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Zeschdorf 19,1 °dH hart
Lindendorf 21 °dH hart
Lietzen 20,6 °dH hart
Treplin 20,4 °dH hart
Lebus 20,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Fichtenhöhe

Fichtenhöhe wird vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland versorgt. Das Trinkwasser stammt aus den Wasserwerken Fürstenwalde und Briesen, die ihr Rohwasser aus Tiefbrunnen im Oderbruch und im Urstromtal der Spree fördern. Diese Brunnen greifen auf grundwasserführende Sandschichten und kiesige Ablagerungen zurück, die zwischen den weicheren Niederungen und den älteren Hochflächen liegen. Auf dem Weg durch diese Schichten löst das Wasser viel Calcium und Magnesium aus den eiszeitlichen Sedimenten. So entsteht der Wert von 20,8 °dH, der hier als hart gemessen wird. Die Nähe zu Oder und Spree prägt das Bild, auch wenn das Trinkwasser selbst nicht direkt aus Flüssen kommt, sondern aus den geschützten Grundwasservorkommen des regionalen Versorgungsnetzes. Der harte Charakter hat in Märkisch-Oderland einen klaren geologischen Grund. Zwischen Barnimrand, Oderbruch und den sandigen Niederungen lagern mächtige Schichten aus Geschiebemergel, Sand und Kies, dazu kalkhaltige Bestandteile aus den glazialen Ablagerungen der Eiszeit. Genau diese Böden und Gesteine geben dem Grundwasser mehr Härte als in vielen anderen Teilen Brandenburgs. Nachbarorte im Berliner Umland liegen teils an ähnlichen Grundwasserleitern, doch Fichtenhöhe steht mit seinem Wert am oberen Rand. Westlich und nördlich finden sich in Brandenburg oft weichere Wässer aus reinen Sandgebieten, während hier der Einfluss der kalkhaltigen Untergründe deutlicher spürbar bleibt. Auch die Nähe zu den Auen von Oder und Spree sorgt dafür, dass sich das Wasser mineralischer zusammensetzt als in Regionen mit sehr armen, trockenen Sandböden. Gerade dieser Unterschied macht Fichtenhöhe im Landkreis Märkisch-Oderland markant. Zwischen den offenen Feldern, den Niederungen und den wasserreichen Achsen des Ostbrandenburger Landes ist das Trinkwasser kein abstrakter Laborwert, sondern ein Produkt der Landschaft unter den Füßen. Das Netz des regionalen Versorgers verbindet die Brunnenstandorte mit Fichtenhöhe und den umliegenden Orten, doch die geologische Handschrift bleibt lokal erkennbar. Während manche brandenburgischen Gemeinden mit deutlich weicherem Wasser auskommen, bringt Fichtenhöhe ein kräftigeres, mineralreicheres Profil mit. Der Härtewert von 20,8 °dH passt damit zu einer Gegend, in der Eiszeit, Grundwasser und die Flussniederungen von Oder und Spree zusammen die Zusammensetzung des Trinkwassers bestimmen.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber