Wasserhärte in Finning

PLZ 86923 · Landsberg am Lech, Bayern

19,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU

Website

Praktische Tipps bei 19,8 °dH

Spülmaschine

Bei 19,8 °dH in Finning: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Finning liegt mit 19,8 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Finning
19,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Finning liegt mit 19,8 °dH 5,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Finning
19,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hofstetten 19,8 °dH hart
Utting am Ammersee 19,2 °dH hart
Windach 19,2 °dH hart
Schondorf am Ammersee 18,7 °dH hart
Pürgen 20 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Finning

19,8 °dH — was steckt dahinter? Finning liegt auf den Moränen- und Schotterlandschaften des westlichen oberbayerischen Hügellands, dort, wo die Eiszeit den Untergrund mit kalkreichem Material aus den Alpen geprägt hat. Durch diese Schotter- und Kiesenlagen sickert Niederschlagswasser tief ein, löst Calcium und Magnesium aus dem Gestein und kommt deshalb als hartes Trinkwasser wieder an die Oberfläche. Die nahe Ammersee-Region und die Landschaft zwischen Landsberg am Lech und dem Pfaffenwinkel liefern also nicht weiches Quellwasser, sondern mineralreiches Grundwasser. Der Lech selbst hat die großräumige Wassergeschichte der Gegend mit seinen eiszeitlichen Ablagerungen mitgeschrieben, auch wenn Finning nicht direkt am Fluss liegt. Genau diese geologische Herkunft erklärt den spürbar höheren Härtewert als in Gegenden mit Granit, Sandstein oder stärker geschützten Tiefengrundwässern. Das Trinkwasser für Finning stammt aus dem Verbund der Ammersee-Wasserversorgung, die den Ort mit aufbereitetem Grundwasser aus regionalen Brunnen versorgt. Entscheidend sind dabei die Gewinnungsanlagen im westlichen Landkreis Landsberg am Lech, aus denen das Rohwasser gefördert, überwacht und ins Netz eingespeist wird. Finning hängt damit nicht an einer Talsperre und auch nicht an einer fernen Fernwasserleitung, sondern an einer nahen Grundwasserbasis, die aus denselben eiszeitlich geprägten Schichten gespeist wird wie viele Orte am Ammersee. Das macht die Versorgung ortsnah und zugleich typisch für diese Ecke Bayerns: viel Mineralgehalt, solide regionale Förderung, kurze Wege vom Brunnen bis ins Haus. Der Unterschied zu manchen Nachbarorten zeigt sich vor allem in der Härte und im Untergrund. Richtung Ammerseeufer und in Teilen des Voralpenlands wechseln die Werte je nach Brunnenstandort und Schichtaufbau deutlich, während Orte mit stärker sandigen oder moorigen Böden oft weicheres Wasser bekommen. Im Vergleich zu vielen Regionen in Nord- und Ostbayern, die teils aus tieferen oder anders aufgebauten Grundwasserleitern versorgt werden, ist Finning klar auf der härteren Seite. Das passt zur Landschaft: kalkreich, grundwassernah, von den Schmelzwasserschottern der Eiszeit geformt. Wer Finning betrachtet, sieht also nicht nur einen Wert auf dem Wasserzettel, sondern die ganze Geologie des Landsberger Oberlandes im Glas.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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