Wasserhärte in Friedland

PLZ 15848 · Oder-Spree, Brandenburg

15,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland

Website

Praktische Tipps bei 15,2 °dH

Spülmaschine

Bei 15,2 °dH in Friedland: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Friedland liegt mit 15,2 °dH 1,2 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Friedland
15,2
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Friedland liegt mit 15,2 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Friedland
15,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Beeskow 15,6 °dH hart
Tauche 13,8 °dH mittel
Schwielochsee/Gójacki Jazor 14,6 °dH hart
Ragow-Merz 16,2 °dH hart
Grunow-Dammendorf 16,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Friedland

Unter Friedland liegt kein Kalkstock, sondern der eiszeitliche Bauplan der Lausitz und des Oder-Spree-Raums: Sand, Kies, Geschiebelehm und dazwischen Mergelreste, die Gletscher aus dem Norden herangeschoben und als Moränenlandschaft abgelagert haben. Später schnitten Schmelzwässer und kleine Bäche die Sande wieder an, sodass sich das Grundwasser in lockeren Schichten sammelt und auf seinem Weg durch die Böden viel Calcium und Magnesium aufnimmt. Genau daraus entsteht die Härte von 15,2 °dH. Der Wert passt zu einer Gegend, in der sandige Deckschichten nur wenig bremsen, aber die glazialen Lehme und vereinzelt kalkhaltigen Einschlüsse das Wasser mineralischer machen als in reinen Sandgebieten weiter westlich in Brandenburg. Die Spree und ihre Nebengewässer prägen den Wasserhaushalt der Region, doch der entscheidende Weg ins Glas führt hier über Grundwasser aus tieferen Brunnen, nicht über Oberflächenwasser aus einem großen See oder einer Talsperre. Friedland bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland, der die Brunnen und Aufbereitungsanlagen für die Orte im südlichen Oder-Spree-Gebiet betreibt. Das Wasser wird aus lokalen Grundwasserleitern gefördert, aufbereitet und über das Verbundnetz verteilt, das Friedland mit mehreren Nachbarorten verbindet. Gerade darin unterscheidet sich Friedland von vielen Orten im brandenburgischen Flachland. Nördlich und westlich, wo der Boden oft noch sandiger und ärmer an bindigen Schichten ist, fällt die Härte häufig niedriger aus; im Süden und Osten, wo Moränenzüge und lehmigere Ablagerungen häufiger sind, steigt der Mineralgehalt dagegen an. Friedland liegt damit in einer Übergangszone zwischen den sehr weichen Wassern aus reinen Sandlandschaften und den härteren Wässern aus Gebieten mit stärkerem Geschiebemergel. Der Landkreis Oder-Spree liefert hier den geologischen Schlüssel: alte Eiszeitformen, enge Grundwasserwege und mineralische Schichten, die dem Trinkwasser seinen kräftigen Charakter geben. Wer aus Friedland auf die Karte schaut, sieht also nicht nur einen Ort zwischen Feldern und Bächen, sondern ein Wasser, das seinen Weg schon in der Eiszeit begonnen hat und heute aus regionalen Brunnen in das Hausnetz gelangt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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