Wasserhärte in Glasow

PLZ 17322 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

19,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Website

Praktische Tipps bei 19,1 °dH

Spülmaschine

Bei 19,1 °dH in Glasow: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Glasow liegt mit 19,1 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Glasow
19,1
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Glasow liegt mit 19,1 °dH 4,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Glasow
19,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ramin 19,7 °dH hart
Krackow 19,7 °dH hart
Grambow 19,1 °dH hart
Nadrensee 20,2 °dH hart
Löcknitz 19,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Glasow

Unter Glasow liegt ein Untergrund aus eiszeitlichen Ablagerungen, wie er für Vorpommern-Greifswald typisch ist: Geschiebemergel, Sand, Kies und darüber teils lehmige Bodenhorizonte. Diese Schichten kamen nicht aus einem einzigen Gestein, sondern wurden von den Gletschern der letzten Eiszeiten herangeschoben, abgelagert und später vom Schmelzwasser umsortiert. Kalkhaltige Bestandteile aus skandinavischem Festgestein stecken ebenso darin wie feine Mergelanteile. Genau daraus löst das Wasser auf seinem Weg durch die grundwasserführenden Sande und Kiese Calcium und Magnesium. So entsteht der hohe Wert von 19,1 °dH. Die Geologie rund um Glasow wirkt damit härter als viele küstennahe oder moorige Abschnitte des Landes, wo Regenwasser und sandige Böden das Grundwasser oft weniger mineralreich machen. Das Trinkwasser stammt aus der regionalen Grundwassergewinnung des zuständigen Wasserwerksverbunds im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Gefördert wird es aus Tiefbrunnen in geschützten Grundwasserleitern, die in den eiszeitlichen Sand- und Kiesschichten liegen. Nach der Förderung wird es nur aufbereitet, bevor es ins Leitungsnetz geht. Oberflächenwasser aus Flüssen oder Talsperren spielt hier keine Rolle. Der Versorger ist der Zweckverband Wasser und Abwasser Vorpommern. Seine Netze versorgen Glasow aus dem gleichen regionalen System, das auch umliegende Orte im südlichen und mittleren Vorpommern anbindet. Dadurch bleibt die Herkunft klar bodengeprägt und nicht von großen Fernwasserleitungen bestimmt. Im Vergleich zu vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern fällt Glasow mit seinem harten Wasser deutlich auf. An der Ostseeküste und in Bereichen mit sandigem, nährstoffarmem Untergrund liegen die Härtewerte oft niedriger, weil dort weniger Kalk und Mergel im Boden stecken. Glasow steht dagegen auf einem Untergrund, der mehr Mineralien an das Grundwasser abgibt. Auch gegenüber Nachbarorten im flachen Hinterland zeigt sich dieser Unterschied, sobald dort andere Grundwasserleiter oder geringere Kalkanteile vorherrschen. Der Ort liegt damit in einer Zone, in der die Eiszeit das heutige Trinkwasser bis heute prägt: nicht über Seen oder Flüsse, sondern über das, was die Gletscher als Moräne und Schmelzwassersedimente im Boden zurückgelassen haben.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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