Wasserhärte in Mecklenburg-Vorpommern

Durchschnittliche Wasserhärte: 17,8 °dH
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Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern

Landkreis Durchschnitt Bereich
Landkreis Rostock 21 °dH hart
Ludwigslust-Parchim 9,7 °dH mittel
Mecklenburgische Seenplatte 24 °dH hart
Nordwestmecklenburg 14,9 °dH hart
Rostock (kreisfrei) 16 °dH hart
Schwerin (kreisfrei)
Vorpommern-Greifswald 20,7 °dH hart
Vorpommern-Rügen 17,3 °dH hart
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Größte Städte in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern hat mit rund 17,8 Grad deutschen Härte den höchsten Durchschnittswert unter den ostdeutschen Flächenländern – abgesehen von Sachsen-Anhalt und Thüringen, die noch deutlich darüber liegen. Im Bundesvergleich ist das oberes Mittelfeld. Die Werte reichen von 8,1 Grad im südwestlichen Bereich bis zu 28,6 Grad in manchen Landkreisen des Binnenlandes. Wie auch Brandenburg verdankt Mecklenburg-Vorpommern seine Grundwasserqualität vor allem der letzten Eiszeit. Gletscher hinterließen eine Landschaft aus Endmoränenhügeln, Sander, Seenplatten und Küstenstreifen. Der Untergrund enthält viele kalkreiche Geschiebemergel-Schichten, durch die das versickernde Regenwasser Kalk und andere Mineralien aufnimmt. Besonders in den Landkreisen Rostock, Güstrow und Demmin sind die Werte erhöht. Das Küstengebiet entlang der Ostsee und die Inselregionen Rügen und Usedom sind ein Sonderfall. Dort mischt sich das Grundwasser mancherorts mit brackigem Küstenwasser, und die geologischen Verhältnisse sind wechselhafter. Wasser aus tieferen Schichten der Kreideformation auf Rügen kann andere Eigenschaften haben als Flachbrunnen im Landesinneren. Die Müritz-Region mit ihren vielen Seen und die Seenplatte allgemein haben vergleichsweise weicheres Wasser, weil der hohe Anteil an Oberflächenwasser die Härtewerte beeinflusst – Seewasser ist in der Regel weicher als tiefes Grundwasser. Im Alltag bedeuten die Werte für die meisten Einwohner: Kalkschutz für Waschmaschine und Spülmaschine ist in weiten Teilen des Landes sinnvoll. Besonders in Schwerin, Rostock und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sollte man die Dosierung von Reinigungsmitteln an die Wasserhärte anpassen. Die zuständigen Stadtwerke und Zweckverbände veröffentlichen die Härtewerte in der Regel auf ihren Websites.
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