Wasserhärte in Stralsund

PLZ 18439 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

23,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Stralsund GmbH

Website

Praktische Tipps bei 23,8 °dH

Spülmaschine

Bei 23,8 °dH in Stralsund: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Stralsund liegt mit 23,8 °dH 6 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Stralsund
23,8
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Stralsund liegt mit 23,8 °dH 9,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Stralsund
23,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Altefähr 24,2 °dH hart
Kramerhof 21,4 °dH hart
Lüssow 21,4 °dH hart
Wendorf 21,4 °dH hart
Prohn 22,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Stralsund

Der Landkreis Vorpommern-Rügen liegt auf einer jungen, eiszeitlich geprägten Landschaft aus Moränen, Sanden und Tonen. Unter Stralsund sitzen vielerorts Grundwasserleiter aus glazialen Ablagerungen, die sich auf engem Raum mit kalkhaltigen Schichten und Geschiebemergel abwechseln. Dazu kommt der Einfluss der Ostseeküste und der flachen Boddengewässer bei Strelasund und Greifswalder Bodden. Das Grundwasser nimmt auf seinem Weg durch diese Sedimente viel Calcium und Magnesium auf. Genau daraus entsteht der hohe Härtewert von 23,8 °dH. Die Region liefert also kein weiches Quellwasser aus dem Gebirge, sondern mineralreiches Grundwasser aus dem norddeutschen Tiefland, das geologisch von der letzten Eiszeit geformt wurde. Stralsund bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz der Stadtwerke Stralsund GmbH. Versorgt wird die Hansestadt aus lokalen Grundwasserfassungen im Umland, die über Förderbrunnen erschlossen sind und das Wasser nach Aufbereitung in das Stadtgebiet einspeisen. Diese Förderung aus dem näheren Hinterland ist typisch für den Küstenraum von Vorpommern-Rügen, weil hier keine Talsperren wie in Mittelgebirgsregionen zur Verfügung stehen. Statt Oberflächenwasser aus Flüssen oder Stauseen nutzt Stralsund tiefere Grundwasservorkommen, die durch die eiszeitlichen Schichten geschützt, aber auch mineralreich sind. Das Ergebnis ist ein Wasser, das deutlich härter ausfällt als in vielen Regionen Deutschlands mit stärker sandigen, kalkärmeren Böden. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist spürbar. Auf Rügen, in den Boddenorten und in Teilen des Festlands von Mecklenburg-Vorpommern schwanken die Härtewerte je nach Brunnenfeld und Untergrund, doch Stralsund liegt mit 23,8 °dH klar im oberen Bereich. Gegenüber Orten mit lockeren, nährstoffarmen Sanden oder stärker verdünnten Grundwasservorkommen wirkt das Stralsunder Wasser deutlich kalkreicher. Auch gegenüber Städten im Binnenland, die aus anderen Grundwasserstockwerken oder aus Mischversorgungen schöpfen, zeigt sich eine eigene Handschrift des Küstenraums. Stralsund steht damit exemplarisch für Vorpommern-Rügen: kein weiches Wasser aus tieferem Gebirgsuntergrund, sondern ein mineralischer Rohstoff aus der eiszeitlichen Geologie zwischen Festland, Bodden und Ostsee.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Stralsund GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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