Wasserhärte in Wismar

PLZ 23952 · Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern

16,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

WEMAG Netz GmbH

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Praktische Tipps bei 16,3 °dH

Spülmaschine

Bei 16,3 °dH in Wismar: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Wismar liegt mit 16,3 °dH 1,5 °dH unter dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Wismar
16,3
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Wismar liegt mit 16,3 °dH 1,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wismar
16,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dorf Mecklenburg 16,5 °dH hart
Hornstorf 16,3 °dH hart
Metelsdorf 16,5 °dH hart
Gägelow 16,3 °dH hart
Lübow 16,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wismar

Die Schweriner Wasserbetriebe beziehen das Trinkwasser für Wismar aus dem Umland von Schwerin, vor allem aus grundwasserführenden Brunnenfeldern im Bereich der Lewitz und aus den Wasserschutzgebieten an den südlichen Seen und Niederungen rund um die Landeshauptstadt. Dort wird Wasser aus sandigen und kiesigen Schichten gefördert, in denen das Grundwasser lange mit Kalkmineralsalzen aus den eiszeitlichen Ablagerungen in Kontakt steht. Genau das prägt den Härtewert von 16,3 °dH: Nordwestmecklenburg liegt auf jungen Moränen- und Schmelzwassersanden, doch in den tieferen Grundwasserleitern sitzen immer wieder kalkreiche Lagen aus Geschiebe, Kreide- und Kalksandanteilen. Auf dem Weg nach Wismar kommt also kein weiches Oberflächenwasser aus einer Talsperre, sondern mineralreiches Grundwasser aus einem geologisch harten Untergrund. Die Nähe zur Ostseeküste ändert daran wenig, denn die Versickerung im Binnenland bestimmt den Mineralgehalt stärker als das Meer. Wismar selbst nutzt kein Wasser aus einer eigenen Talsperre oder aus einem großen Fluss, sondern ist an das Verbundsystem aus dem Schweriner Umland angeschlossen. Die Versorgung läuft über gefasste Brunnen in den Wassergewinnungsgebieten südwestlich und südlich von Schwerin, wo Orte wie Pinnow, Raben Steinfeld, Cambs und die Lewitzlandschaft eine wichtige Rolle spielen. Die Aufbereitung bleibt vergleichsweise schlicht, weil das Rohwasser bereits aus tiefen, geschützten Schichten stammt. Der kräftige Härtewert zeigt, dass das Wasser unterwegs durch kalkhaltige Sedimente, Geschiebemergel und eiszeitliche Ablagerungen mineralisch aufgeladen wurde. Nordwestmecklenburg hat damit ein anderes Profil als Regionen mit Mooren, Küstenfiltern oder weicheren Grundwasserleitern im Osten des Landes. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten ist spürbar. In Bad Kleinen, Grevesmühlen oder auf den Inseln und Küstenabschnitten Richtung Ostsee sind die Wasserwege oft kürzer oder die Grundwasserstände anders geprägt, teils mit geringerer Mineralisierung. Wismar liegt dagegen an einem Punkt, an dem das Wasser erst im Schweriner Einzugsgebiet gefasst, dann über Leitungen an die Küste geführt wird und dabei den Charakter des Binnenlandes behält. Mecklenburg-Vorpommern wirkt nach außen oft wasserreich und küstennah, doch die Härte in Wismar erzählt von einem ganz anderen Hintergrund: nicht von Sandstrand, sondern von eiszeitlichem Untergrund, Moränenzügen und kalkführenden Schichten, die dem Trinkwasser seinen festen, mineralischen Ton geben.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: WEMAG Netz GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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