Wasserhärte in Grävenwiesbach

PLZ 61279 · Hochtaunuskreis, Hessen

16,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Taunus Trinkwasser

Website

Praktische Tipps bei 16,9 °dH

Spülmaschine

Bei 16,9 °dH in Grävenwiesbach: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Grävenwiesbach liegt mit 16,9 °dH 1,2 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Grävenwiesbach
16,9
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Grävenwiesbach liegt mit 16,9 °dH 2,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Grävenwiesbach
16,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Waldsolms 19,6 °dH hart
Usingen 14 °dH mittel
Weilmünster, Marktflecken 18,4 °dH hart
Weilrod 14,9 °dH hart
Neu-Anspach 12,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Grävenwiesbach

Der Hochtaunuskreis liegt am Nordrand des Taunus, einer alten Mittelgebirgslandschaft aus Quarzit, Tonschiefer und harten Sandsteinen. Nördlich davon gehen die Gesteine in das weichere Vorland über, wo Muschelkalk und Löss stärker prägen. Genau an dieser Nahtstelle entsteht Trinkwasser mit deutlich mehr gelösten Mineralstoffen als in vielen hessischen Mittelgebieten. In Grävenwiesbach zeigt sich das an 16,9 °dH. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die wasserführenden Schichten des Taunus mehr Kalk und Magnesium auf als Quellwasser aus dem kristallinen Mittelgebirge oder aus tieferen, weichen Sandsteinräumen. Auch die Täler von Usa, Weil und ihren Seitenbächen prägen die Grundwasserneubildung, weil Niederschläge in den Hanglagen versickern und in den Schottern und Klüften wieder gefasst werden. Versorgt wird Grävenwiesbach vom Zweckverband Taunus Trinkwasser, der die örtlichen Brunnen und Quellen im Gemeindegebiet und im Umland bündelt und das Wasser ins Netz einspeist. Die Ortsteile Heisterberg, Hundstadt, Laubach, Mönstadt, Naunstadt und Heinzenberg hängen damit an einem Versorgungsraum, der stärker von eigenem Quell- und Brunnenwasser lebt als von Fernwasser aus großen Talsperren. Gerade diese lokalen Gewinnungsanlagen aus den taunusnahen Gesteinszügen liefern das harte Wasser, weil sie durch kalkhaltige Schichten und mit Mineralien angereichertes Grundwasser gespeist werden. Anders als Orte im weicheren Wetterau-Rand oder in Teilen des Lahn-Dill-Raums bleibt der Kalkgehalt hier hoch und die Härte entsprechend deutlich. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten fällt Grävenwiesbach damit klar auf. Weiter südlich im Hochtaunus, etwa in höher gelegenen Waldlagen, ist Wasser oft etwas weicher, weil dort die Niederschläge rascher abfließen und weniger lange durch kalkführende Schichten wandern. Richtung Weilmünster, Usingen oder in die flacheren Übergangsräume des Landkreises verändert sich die Geologie erneut, und damit auch die Wasserqualität. Grävenwiesbach liegt genau in einem Bereich, in dem der Taunus noch spürbar Mineralien abgibt, das Vorland aber schon Einfluss nimmt. Das macht den Ort im hessischen Vergleich zu einem Standort mit markant hartem Trinkwasser, gespeist aus lokalen Brunnen und Quellen, geformt von der geologischen Kante zwischen Taunuskamm und nördlichem Beckenland.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Taunus Trinkwasser

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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