Wasserhärte in Grafengehaig

PLZ 95356 · Kulmbach, Bayern

9,7 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Fernwasserversorgung Oberfranken

Website

Praktische Tipps bei 9,7 °dH

Spülmaschine

Bei 9,7 °dH in Grafengehaig: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Grafengehaig liegt mit 9,7 °dH 7,6 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Grafengehaig
9,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Grafengehaig liegt mit 9,7 °dH 5 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Grafengehaig
9,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Presseck 11,8 °dH mittel
Marktleugast 8,7 °dH mittel
Guttenberg 9,6 °dH mittel
Kupferberg, St 9,6 °dH mittel
Stadtsteinach, St 13,4 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Grafengehaig

Der Landkreis Kulmbach liegt am Übergang vom Frankenwald zum Obermainischen Hügelland. Genau dort prägen harte Grundgebirgszüge, Sandsteine und ihre verwitterten Deckschichten das Wasserbild. Grafengehaig sitzt auf der Frankenwald-Hochfläche, fern von großen Kalk- und Lössgebieten, die in anderen Teilen Bayerns das Wasser deutlich stärker aufhärten. Das Rohwasser nimmt auf seinem Weg durch Klüfte, Schiefer, Grauwacke und sandige Böden nur mäßig Mineralien auf. Darum landet Grafengehaig bei 9,7 °dH und damit im mittleren Bereich. Die umliegenden Täler mit ihren Bächen, die Richtung Rodach und Main entwässern, bringen zwar stetig Bewegung ins Landschaftsbild, liefern aber keine ausgeprägte Kalkprägung wie in den Muschelkalkräumen Frankens. Diese geologische Lage erklärt den Unterschied zu vielen Orten im Süden und Osten Bayerns, wo deutlich härteres Wasser aus kalkreichen Schichten kommt. Das Trinkwasser für Grafengehaig stammt aus dem Verbund der Fernwasserversorgung Oberfranken, die im Landkreis Kulmbach zahlreiche Gemeinden mit aufbereitetem Trinkwasser versorgt. Das Wasser kommt nicht aus einem einzelnen Ortsbrunnen, sondern aus dem regionalen Versorgungsnetz, das Quellen und Gewinnungsanlagen in Oberfranken zusammenführt und über Hochbehälter in die Höhenorte verteilt. Für Grafengehaig ist dieser Verbund entscheidend, weil der Ort auf der Höhe liegt und die Versorgung dort über Druckzonen und Speicher organisiert werden muss. Die Lage zwischen den windigen Kämmen des Frankenwaldes und den tieferen Talräumen macht eine stabile, überörtliche Einspeisung sinnvoller als reine Kleinbrunnenversorgung. So bleibt die Qualität gleichmäßiger, als es in einzelnen Quellgebieten mit stark schwankender Schüttung möglich wäre. Im Vergleich zu Nachbarorten im Kulmbacher Land zeigt Grafengehaig ein eher zurückhaltendes Wasserprofil. In tieferen Lagen Richtung Kulmbach, Mainleus oder den Randbereichen des Maintals mischen sich häufiger kalkreichere Einflüsse aus Sedimentgesteinen ein, während die Höhenorte des Frankenwaldes oft weichere bis mittlere Werte behalten. Gegenüber vielen bayerischen Regionen mit stark kalkhaltigem Untergrund fällt Grafengehaig deshalb nicht durch extreme Härte auf, sondern durch eine mittlere, geologisch schlüssige Balance. Genau diese Lage am Rand des Frankenwaldes macht den Ort besonders: nicht Mainbecken, nicht Alpenvorland, sondern ein wassergeprägter Mittelgebirgsraum, in dem Schiefer, Sandstein und Quellhorizonte das Trinkwasser bis heute bestimmen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Fernwasserversorgung Oberfranken

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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