Wasserhärte in Hohenfinow

PLZ 16248 · Barnim, Brandenburg

16,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde

Website

Praktische Tipps bei 16,7 °dH

Spülmaschine

Bei 16,7 °dH in Hohenfinow: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Hohenfinow liegt mit 16,7 °dH genau im Durchschnitt (16,4 °dH).

Hohenfinow
16,7
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Hohenfinow liegt mit 16,7 °dH 2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hohenfinow
16,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Falkenberg 19,1 °dH hart
Niederfinow 16,9 °dH hart
Liepe 14,5 °dH hart
Breydin 15,2 °dH hart
Eberswalde 12 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Hohenfinow

16,7 °dH, hart, passt zu Hohenfinow wie ein geologischer Fingerabdruck. Der Wert ist kein Zufall, sondern Folge der Eiszeitlandschaft im Barnim. Unter den Feldern und Wiesen liegen glaziale Sande, Geschiebemergel und kalkreiche Ablagerungen aus der Weichseleiszeit. Genau diese Schichten geben im Grundwasser viel Calcium und Magnesium frei. Der Finowkanal und die Niederung des Finowtals schneiden durch diese Landschaft, doch sie liefern nicht die Härte, sondern zeigen nur, wie stark Wasser hier seit Jahrtausenden durch eiszeitliche Sedimente geführt wird. Zwischen Brodowin im Norden, Bad Freienwalde im Osten und Eberswalde im Westen bleibt Hohenfinow damit im typischen Barnimer Spannungsfeld aus sandigen Höhen und mineralreichen Grundwasserleitern, nur mit einem spürbar höheren Härteprofil als viele Orte auf den trockeneren, sandigeren Kuppen Brandenburgs. Das Trinkwasser stammt aus dem regionalen Netz des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde. Versorgt wird Hohenfinow über Grundwasserfassungen im Raum Eberswalde und die dortige Aufbereitung, nicht über eine Talsperre oder Fernwasserleitung. Die Brunnen erschließen die sandigen und kiesigen Grundwasserleiter des Barnim, in denen das Wasser lange unter der Oberfläche unterwegs ist und dabei Mineralien aufnimmt. Aus diesem Grund kommt hier kein weiches Oberflächenwasser an, sondern ein deutlich mineralisiertes Grundwasser, das für den Ort den gemessenen Härtebereich von 16,7 °dH prägt. In den tieferen Niederungen Richtung Finowfließ ist die Wasserführung zwar dichter, doch die entscheidende Prägung entsteht im Untergrund des Hochflächenlandes. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten ist deutlich. Wer Richtung nordöstliche Barnimrandlagen oder in stärker sandgeprägte Dörfer fährt, trifft oft auf weichere bis mittlere Werte, weil dort weniger kalkhaltiges Material im Untergrund steckt und das Wasser kürzer mit mineralreichen Schichten in Kontakt bleibt. Hohenfinow liegt dagegen auf einer eiszeitlich geformten Übergangszone mit mehr Geschiebemergel und kalkführenden Sedimenten. Damit gehört der Ort im Landkreis Barnim zu den härteren Trinkwasserstandorten, obwohl Brandenburg insgesamt vielerorts eher mittlere Härten zeigt. Der lokale Wert ist also kein Randdetail, sondern ein direkter Ausdruck der Barnimer Geologie und der Grundwasserwege unter dem Finowtal.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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