Wasserhärte in Jena

PLZ 07743 · Jena, Thüringen

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband JenaWasser

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Jena: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Jena liegt mit 18 °dH 2,9 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Jena
18
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Jena liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Jena
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Großlöbichau 18 °dH hart
Lehesten 17,3 °dH hart
Golmsdorf 19,3 °dH hart
Sulza 15,1 °dH hart
Jenalöbnitz 17,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Jena

18 °dH — was steckt dahinter? Jena bekommt sein Trinkwasser aus einer Landschaft, in der Kalk und Muschelkalk den Ton angeben. Die Stadt liegt am Saaletal, flankiert von den Muschelkalkhängen des mittleren Saalegebiets und von Zuflüssen wie der Leutra, die über Karst und klüftige Gesteine ihren Weg finden. In solchen Schichten löst das Wasser unterwegs Calcium und Magnesium aus dem Gestein. Genau daraus entsteht die hohe Härte. Die Saale selbst prägt das Tal, doch das Trinkwasser stammt nicht einfach aus dem Fluss. Es kommt aus Brunnen und Quellfassungen im Einzugsgebiet der Stadt, vor allem aus den Fassungen im Saaletal und aus den umliegenden Gewinnungsgebieten, die von den Jenaer Stadtwerken betrieben und ins Netz eingespeist werden. Das lokale Wasser trägt deshalb die Handschrift des Untergrunds: wenig weiche Sandsteine, dafür viel karbonatischer Untergrund, wie er für Ostthüringen typisch ist. Jena liegt dabei deutlich härter als viele Orte im Thüringer Becken und in Teilen des Thüringer Waldes, wo kürzere Wege durch andere Gesteine oft zu milderem Wasser führen. Auch im Vergleich zu den Nachbarn entlang der Saale bleibt Jena auffällig mineralreich, weil die Hänge bei Lobeda, Zwätzen, Cospeda und am Hausberg aus kalkigen Schichten bestehen. Nach Westen hin, Richtung Weimar oder Erfurt, ändern sich die geologischen Verhältnisse spürbar; dort ist das Wasser vielerorts weniger hart, weil andere Grundwasserleiter dominieren. Im Jenaer Stadtgebiet mischt sich dagegen das Wasser aus mehreren lokalen Fassungen, die vom Versorger gebündelt, aufbereitet und über das Netz verteilt werden. Zuständig ist die Stadtwerke Jena Gruppe, genauer jenawasser. So erklärt sich, warum Jena nicht wie ein beliebiger Thüringer Ort wirkt, sondern wie eine Stadt, deren Trinkwasser direkt aus dem Muschelkalk des Saaletals spricht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband JenaWasser

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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