Wasserhärte in Sulza

PLZ 07751 · Saale-Holzland-Kreis, Thüringen

15,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband JenaWasser

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Praktische Tipps bei 15,1 °dH

Spülmaschine

Bei 15,1 °dH in Sulza: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Sulza liegt mit 15,1 °dH 5,8 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Sulza
15,1
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Sulza liegt mit 15,1 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sulza
15,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Zöllnitz 17,3 °dH hart
Rothenstein 17,3 °dH hart
Kleinbockedra 16,4 °dH hart
Laasdorf 16,4 °dH hart
Schöps 17,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sulza

Unter Sulza liegen Schichten aus Buntsandstein und Muschelkalk, dazu lösshaltige Deckschichten, die seit der Eiszeit aus dem Umland eingetragen wurden. Der Untergrund des Saale-Holzland-Kreises ist hier kein reines Kalkgebiet, aber die wasserführenden Horizonte streichen durch kalk- und mergelreiche Lagen, aus denen sich Calcium und Magnesium lösen. Dazu kommen Zuflüsse aus dem Saaletal und aus kleineren Bächen der Umgebung, die über lange Wege durch Festgestein und Löss versickern. Genau dort nimmt das Wasser Mineralien auf, bevor es wieder gefasst wird. So kommt der Härtewert von 15,1 °dH zustande: hartes Wasser mit einem deutlichen Anteil an gelösten Erdalkalien, geprägt von der Geologie zwischen Saale, Jenaer Scholle und den Randlagen des Thüringer Beckens. Das Trinkwasser für Sulza stammt aus dem Netz des örtlichen Versorgers, der im Saale-Holzland-Kreis die Fassungen und Leitungen bündelt und das Wasser aus Brunnen und Quellen der Region einspeist. Typisch sind Tiefbrunnen in den klüftigen Sandstein- und Kalkbereichen sowie Quellfassungen in den Talzügen, die vom Versorger aufbereitet und in das Ortsnetz gegeben werden. Diese regionale Mischung ist wichtig: Anders als Orte mit stärkerem Anteil an weichem Grundwasser aus rein sandigen Lagen kommt Sulza nicht in den Genuss niedriger Härtewerte. Auch gegenüber Teilen Thüringens mit weicherem Wasser aus Mittelgebirgsquellen fällt Sulza durch die festgesteinsgeprägte, härtere Versorgung auf. Die Nähe zur Saale und zu den geologischen Übergängen im Umland macht den Unterschied sichtbar. Im direkten Vergleich mit Nachbarorten im Saale-Holzland-Kreis zeigt Sulza daher ein robusteres, mineralreicheres Wasserbild. Wo weiter westlich oder in höher gelegenen Wald- und Quellgebieten oft weichere Werte gemessen werden, bleibt Sulza im harten Bereich. Das liegt nicht an der Technik allein, sondern am Untergrund: Kalkige und mergelige Zonen geben ihre Bestandteile an das Wasser ab, während sandigere Partien weniger beitragen. Der Versorger nutzt diese natürlichen Reserven aus der Region, statt auf ferne Fernwasserquellen zu setzen. Sulza steht damit typisch für den östlichen Thüringer Übergangsraum, in dem Saaletal, Muschelkalk und Buntsandstein gemeinsam das Trinkwasser formen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband JenaWasser

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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