Wasserhärte in Jucken

PLZ 54689 · Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz

16,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Kommunale Netze Eifel AöR

Website

Praktische Tipps bei 16,4 °dH

Spülmaschine

Bei 16,4 °dH in Jucken: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Jucken liegt mit 16,4 °dH 3,1 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Jucken
16,4
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Jucken liegt mit 16,4 °dH 1,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Jucken
16,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Olmscheid 16,4 °dH hart
Emmelbaum 16,4 °dH hart
Zweifelscheid 16,4 °dH hart
Kickeshausen 16,4 °dH hart
Ammeldingen bei Neuerburg 16,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Jucken

Unter Jucken liegt kein Kalkgebirge, sondern der alte Sockel der Westeifel aus devonischem Schiefer, Grauwacke und Sandstein. Diese Gesteine entstanden aus Meeresablagerungen, wurden später gefaltet, gehoben und in Millionen Jahren zu dem harten Untergrund zerlegt, der das Regenwasser nur langsam durchlässt. In den Mulden lagern Verwitterungslehme und örtlich sandige Deckschichten, die das Wasser kurz im Boden halten, bevor es über kleine Bäche Richtung Enz und weiter in das Bitburger Land abzieht. Auf dem Weg löst das Wasser aus den Schiefern und den karbonathaltigen Schichten der Region Mineralien heraus, vor allem Calcium und Magnesium. Darum liegt Jucken mit 16,4 °dH im harten Bereich. Die Werte passen zu einem Einzugsgebiet, in dem wenig tiefes Kalkgestein dominiert, aber genug gelöste Mineralstoffe aus den Schichten und aus dem langen Kontakt mit dem Untergrund ins Trinkwasser gelangen. Das Trinkwasser kommt im Eifelkreis Bitburg-Prüm typischerweise aus lokalen Grundwasserfassungen und Quellgebieten des regionalen Verbunds, der von der Verbandsgemeinde- und Kreiswasserversorgung über die Anlagen der Wasserwerke Bitburg-Prüm gespeist wird. Für Jucken ist damit das Netz des zuständigen Regionalversorgers maßgeblich, der die Ortschaft über Brunnen und Quellen aus dem näheren Eifelraum bedient und das Wasser in die Hochbehälter der Umgebung einspeist. Der Ort steht damit nicht an einer Talsperre und nicht an einem großen Fernwasserstrang wie manche Zentren des Landes, sondern an einer Versorgung, die stark vom örtlichen Untergrund und von den Quellschüttungen der Südeifel geprägt ist. Genau daraus erklärt sich auch der Unterschied zu vielen Nachbarorten: In tieferen Tälern oder an anderen Fassungsgebieten schwanken die Härtewerte im Bitburger Land teils spürbar, während Jucken mit seinem schiefergeprägten Untergrund und den mineralreichen Zuflüssen deutlich im harten Bereich bleibt. Gegenüber vielen Regionen in Rheinland-Pfalz, etwa entlang sandiger Rheinterrassen oder in einigen weicheren Moselzuflüssen, wirkt dieses Wasser merklich kalkreicher und geologisch eigenständig.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Kommunale Netze Eifel AöR

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber