Wasserhärte in Kandel

PLZ 76870 · Germersheim, Rheinland-Pfalz

13,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe

Website

Praktische Tipps bei 13,9 °dH

Spülmaschine

Bei 13,9 °dH in Kandel: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Kandel liegt mit 13,9 °dH 0,6 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Kandel
13,9
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Kandel liegt mit 13,9 °dH 0,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kandel
13,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Erlenbach bei Kandel 16,1 °dH hart
Minfeld 13,1 °dH mittel
Hatzenbühl 15,3 °dH hart
Wörth am Rhein 16 °dH hart
Jockgrim 14 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Kandel

Kandel liegt beim Trinkwasser spürbar über dem rheinland-pfälzischen Mittel, das vielerorts durch weichere Mittelgebirgswässer geprägt ist. Mit 13,9 °dH bewegt sich der Ort im mittleren Bereich, während im Oberrheingraben oft kalkhaltige Grundwässer aus jungen Flusssedimenten anstehen. Genau dort liegt der Grund: Kandel sitzt auf den kiesigen und sandigen Ablagerungen der Rheinaue, gespeist vom Grundwasserstrom zwischen Bienwald und dem breiten Rheinvorland. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch diese Schichten Kalk aus den Sedimenten auf. Darum fällt der Wert höher aus als in vielen Orten des Pfälzerwaldes, wo Quellwasser aus Buntsandstein deutlich weicher austritt, und auch anders als in Teilen des Nordpfälzer Berglands, wo andere Gesteine andere Härtebilder erzeugen. Das Trinkwasser kommt in Kandel aus dem Netz des Zweckverbands für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe. Die Förderung erfolgt aus regionalen Brunnen im Oberrheingraben, nicht aus einer Talsperre. Das passt zur Landschaft zwischen Kandel, Wörth, Jockgrim und Rülzheim: flache Niederung, hoher Grundwasserstand, breite Schotter- und Sandschichten, wenig Gefälle, viel unterirdischer Austausch mit dem Rhein und seinen Nebenniederungen. Der Bienwald wirkt dabei wie ein großer Filterraum am Rand der Stadt. Er bremst das Wasser, bevor es in die Gewinnungsgebiete gelangt, und prägt zusammen mit den Auenböden die Zusammensetzung des Rohwassers. Aus diesen Brunnen speist sich die Versorgung von Kandel, während die Verbandsebene die Aufbereitung und Verteilung organisiert. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Kandel damit als typische Oberrheingraben-Kommune mit festeren Wasserwerten als viele Orte weiter westlich im Hügelland. In Baden und der Südpfalz liegen manche Gemeinden mit ähnlicher Geologie noch etwas höher, andere etwas niedriger, je nachdem wie tief die Brunnen in die Kieskörper reichen und wie viel kalkreiches Grundwasser aus den Schichten unter dem Rhein nachströmt. Rheinland-Pfalz insgesamt ist deutlich vielfältiger: von sehr weichen Quellwässern aus den Mittelgebirgen bis zu härteren Grundwässern in den Tieflagen. Kandel steht klar auf der Seite der tieferen, sedimentgeprägten Wasservorkommen. Der Wert von 13,9 °dH passt deshalb genau zu einem Ort, der nicht von Felsenquellen, sondern von Grundwasser aus dem lockeren Untergrund des Rheingrabens lebt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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