Wasserhärte in Kirchheimbolanden

PLZ 67292 · Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz

16 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Kirchheimbolanden

Website

Praktische Tipps bei 16 °dH

Spülmaschine

Bei 16 °dH in Kirchheimbolanden: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Kirchheimbolanden liegt mit 16 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Kirchheimbolanden
16
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Kirchheimbolanden liegt mit 16 °dH 1,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kirchheimbolanden
16
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bischheim 16,1 °dH hart
Bolanden 16,1 °dH hart
Rittersheim 17,6 °dH hart
Marnheim 16,1 °dH hart
Morschheim 16,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kirchheimbolanden

Unter Kirchheimbolanden liegt ein Untergrund aus Buntsandstein, stellenweise von tonigen und mergeligen Schichten begleitet, dazu Löss und verlehmte Hangdecken aus den wärmeren Randlagen des Nordpfälzer Berglands. Diese Schichten sind nicht aus einem einzigen Meer entstanden, sondern aus Wechseln von Flussablagerungen, Verwitterung und feinem Staub, der sich in der Landschaft festsetzte. Genau deshalb reagiert das Wasser hier anders als in den Tälern mit reinem Sandstein oder in den Mittelgebirgsorten mit sehr weichem Quellwasser. Kalkhaltige Bestandteile aus den Böden und Gesteinen geben im Einzugsgebiet mehr Calcium und Magnesium an das Grundwasser ab, und auch die Nähe zu den muschelkalkgeprägten Bereichen des Alzeyer Hügellands und zu den lössreichen Ackerflächen verstärkt diesen Effekt. So landet Kirchheimbolanden bei 16 °dH und damit klar im harten Bereich, während viele Orte im rheinland-pfälzischen Schiefer- und Hunsrückraum deutlich weichere Werte haben. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem einzelnen Bach, sondern aus dem Verbund der Stadtwerke Kirchheimbolanden, die ihr Wasser aus regionalen Brunnen und angeschlossenen Gewinnungsanlagen beziehen und im Netz der Verbandsgemeinde verteilen. Maßgeblich sind Grundwasserfassungen aus dem Donnersbergkreis und dem angrenzenden Versorgungsraum, deren Wasser nach Aufbereitung über die Leitungen in Kirchheimbolanden ankommt. Oberflächenwasser aus einer Talsperre spielt hier keine Rolle; entscheidend ist das Grundwasser aus den Schichten, die unter den Feldern, Weinbergen und Waldrändern am Nordrand des Donnersbergs liegen. Dadurch bleibt die Herkunft ortsnah, und die Mineralisierung spiegelt die Geologie der Umgebung direkt wider. Kirchheimbolanden unterscheidet sich damit spürbar von Nachbarorten wie Bolanden, Morschheim oder Dannenfels, wo kleinräumig andere Gesteinsfolgen und andere Brunnenmischungen zu abweichenden Härtegraden führen können. Auch im weiteren Rheinland-Pfalz zeigt sich der Kontrast deutlich: An Nahe, Mosel oder im Westerwald schwankt die Härte oft stärker, weil dort Schiefer, Quarzit oder sehr unterschiedliche Mischwässer das Bild bestimmen. Kirchheimbolanden steht dagegen auf einem Übergang zwischen Sandstein, Mergel und lössbedeckten Hängen. Dieser geologische Schnitt macht das Wasser hier fester mineralisiert als in vielen westpfälzischen Quellorten, aber weniger kalklastig als in reinen Muschelkalkgebieten. Wer den Geschmack ortsnaher Quellen sucht, bekommt hier ein Wasser, das klar von der Landschaft des Donnersbergkreises geprägt ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Kirchheimbolanden

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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